Travis Kling, der Gründer und CIO von Ikigai Asset Management, behauptet, dass es derzeit eine „stille Kündigungskrise“ in der Krypto-Branche gibt. Der Begriff „stille Kündigung“ wurde 2022 populär und bezieht sich auf Mitarbeiter, die nur das Minimum bei der Arbeit leisten und alle zusätzlichen Aufgaben vermeiden.
Aber wie ist das auf die Krypto-Branche anwendbar?
Was bedeutet das für Krypto?
„Was ich sehe und höre, ist, dass ein großer Teil der Krypto-Community einfach viel weniger engagiert ist als in den vergangenen Jahren. Dieses Engagement ist geringer, weil der Glaube an das Potenzial von Projekten, reale Probleme zu lösen und eine signifikante Akzeptanz zu erreichen, stark nachgelassen hat.
Das war ein Traum, der von 2017 bis 2022 konsequent verkauft und gekauft wurde: ‚Krypto wird reale Probleme lösen und dadurch eine signifikante Adoption erfahren.‘ Es wurden Milliarden von Dollar Kapital auf der Grundlage dieser Annahme eingesammelt“, so Kling.
Jetzt wird laut dem Hedgefonds-Manager deutlich, wie „wertlos und absurd überbewertet viele Krypto-Projekte sind.“
Haben die Bitcoin-Maximalisten also doch Recht, dass digitales Geld die einzige wertvolle Anwendung für diese Technologie ist?
Das Recht der Bitcoiner?
Derzeit können Krypto-Enthusiasten laut Kling nicht erkennen, wo die nächsten großen Anstiege stattfinden werden.
„Es wird keinen DeFi-Sommer geben. Es wird keinen NFT-Sommer geben. Gaming ist momentan völlig tot. Das Metaverse hat sich als völliger Witz herausgestellt. Dezentrale soziale Medien funktionieren nicht gut. Jetzt versuchen die Menschen, sich für die Kombination von Krypto und KI zu begeistern, aber ich denke, es gibt keine fundamentalen Gründe für diesen Enthusiasmus.
DePIN funktioniert und wächst. Das ist interessant, und wahrscheinlich befinden sich hier die aktuell vielversprechendsten Altcoins. Das ist auch ein Bereich, auf den viele Menschen derzeit schauen, um zukünftige Kursanstiege zu erwarten, getrieben durch die Akzeptanz in der realen Welt“, scheint Kling dennoch ein wenig begeistert zu sein.
Die wichtigste Schlussfolgerung scheint im Moment zu sein, dass die Bitcoiner Recht haben und dass die Technologie hauptsächlich zur Schaffung digitaler Knappheit funktioniert. Ein digitales Wertaufbewahrungsmittel, das mit Gold konkurrieren könnte. Viel mehr ist bisher nicht herausgekommen, und vielleicht bleibt es auch dabei.
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