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Bitcoin (BTC) bewegt sich kaum und notiert um die Marke von 80.000 Dollar. Eine klare Kursrichtung ist nicht erkennbar. Das könnte sich morgen mit dem US-Zinsentscheid und wichtigen Quartalszahlen ändern.
Auch die meisten Altcoins zeigen derzeit wenig Bewegung. Deutlich besser als der übrige Markt entwickeln sich heute allerdings Privacy-Coins.
Der Bitcoin-Kurs liegt etwa auf dem Niveau von vor 24 Stunden. Dazwischen gab es allerdings durchaus Bewegung. Käufer und Verkäufer ringen um die Richtung, ohne dass sich eine Seite klar durchsetzen kann.
Jeder Kursanstieg wird rasch wieder abverkauft, jeder Rücksetzer ebenso schnell aufgeholt.

Letztlich beendete Bitcoin den gestrigen Handelstag knapp im Minus – ein enttäuschendes Ergebnis, zumal der Rückgang des Ölpreises um mehr als 6 Prozent die Märkte stützte. Die Wall Street konnte davon profitieren. Vor allem Aktien mit KI-Bezug legten zu.
Die hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs wirken sich unmittelbar auf die Inflation aus. Inzwischen belasten sie zunehmend auch andere Teile der Wirtschaft. Deshalb beschloss die US-Notenbank im vergangenen Monat einstimmig, die Zinsen erstmals seit drei Jahren anzuheben.
Heute beginnt die nächste Zinssitzung. Am Markt gilt es als weitgehend sicher, dass die Notenbank morgen unveränderte Zinsen verkünden wird. Mit Spannung wird allerdings erwartet, welche Formulierungen Notenbankchef Kevin Warsh bei seiner Pressekonferenz wählt.
Rund um die Zinsentscheide zeigt Bitcoin seit Längerem ein auffälliges Muster. Bei den vergangenen acht Sitzungen entwickelte sich der Kurs in der Woche nach dem Beschluss jeweils entgegengesetzt zur Vorwoche. Das käme dem Markt diesmal entgegen.
Morgen steht auch die KI-Euphorie an der Börse auf dem Prüfstand, wenn Microsoft und Alphabet ihre Quartalszahlen vorlegen. In der vergangenen Woche konnten selbst starke Ergebnisse, etwa von Meta, die Sorgen über die enormen Investitionen nicht ausräumen.
Bitcoin hat zuletzt deutlich an Dynamik verloren. Der Kurs fällt immer weiter, doch die technischen Indikatoren liefern ein bemerkenswertes Signal. Das Handelsvolumen nimmt ab, während sowohl der Relative-Stärke-Index (RSI) als auch der Moving Average Convergence Divergence (MACD) höhere Tiefs bilden.
Diese Kombination deutet darauf hin, dass die Abwärtsbewegung an Kraft verliert: Bitcoin fällt zwar weiter, doch der Verkaufsdruck nimmt ab.
Dieses Muster wird als bullische Divergenz bezeichnet. Es könnte letztlich auch dem übrigen Markt zugutekommen.
Privacy-Coins verbuchen allerdings schon heute deutliche Gewinne. Dash (DASH) legt um 7,54 Prozent zu. Midnight (NIGHT) ist mit einem Plus von 8,22 Prozent der größte Gewinner unter den Top 100.
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