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Der Bitcoin-Kurs ist erneut mit Verlusten in die neue Börsenwoche gestartet. In den vergangenen 24 Stunden steht ein Minus von 0,72 Prozent zu Buche.
Damit notiert Bitcoin (BTC) bei 77.500 Dollar, nachdem der Kurs in der vergangenen Woche noch kurzzeitig etwas über 81.000 Dollar gelegen hatte.
Offenbar belastet die vom Markt als restriktiv aufgefasste Rede von Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium den Kurs weiterhin.

Kevin Warsh ist bekanntlich der neue, von Donald Trump benannte Vorsitzende der US-Notenbank. Zunächst war erwartet worden, dass er Zinssenkungen befürworten und damit Trumps Linie folgen würde.
Nun befindet sich die US-Notenbank jedoch in einer Lage, in der Zinssenkungen kaum zu vermitteln sind, während die Rahmenbedingungen zunehmend eher für Zinserhöhungen sprechen.
Die Inflation liegt weiterhin über dem gewünschten Niveau, während der Aktienmarkt in der Nähe seiner Allzeithochs notiert. Zugleich ist die Wirtschaft robust und der Arbeitsmarkt wirkt solide.
Dadurch sind die Renditen am Anleihemarkt zuletzt deutlich gestiegen, und der Markt muss mit einem deutlich höheren Zinsniveau zurechtkommen. Das belastet auch Bitcoin und andere finanzielle Vermögenswerte. Auch Gold steht derzeit unter Druck.
Bevor Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole sprach, lag die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September noch unter 50 Prozent. Inzwischen ist sie auf fast 60 Prozent gestiegen.

Diese Kehrtwende macht es Bitcoin und Gold derzeit schwer, während der US-Dollar etwas Rückenwind bekommt. Fraglich ist allerdings, ob die Notenbank diese Haltung tatsächlich durchzieht.
Warsh hat von Beginn an betont, die Inflation im Blick zu behalten, und sie weiterhin als zu hoch bezeichnet. Bislang stimmte er in jeder Sitzung jedoch dafür, den Leitzins unverändert zu lassen.
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