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Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden erneut deutlich gefallen. Der Rückgang um fast zwei Prozent drückt Bitcoin (BTC) auf rund 82.500 Dollar. Dazu dürften unter anderem die steigenden Anleiherenditen und Donald Trumps Äußerungen zum Iran-Krieg beitragen, die den Ölpreis weiter in die Höhe treiben.

Donald Trump hat die Spannungen im Konflikt mit Iran erneut erheblich verschärft. Der US-Präsident erklärte am Mittwoch, er habe eigentlich kein Interesse mehr an einem Abkommen mit dem Land. Das ist bemerkenswert, da sein Sondergesandter Steve Witkoff weiterhin über eine mögliche Lösung des Konflikts verhandelt. Nach Trumps Darstellung ist Iran inzwischen zu nahezu allen Zugeständnissen bereit, um den Krieg zu beenden.
Unterdessen scheint sich das US-Militär auf eine weitere militärische Eskalation vorzubereiten. Nach Berichten von NBC News und Axios erwägt Trump großangelegte Angriffe auf Iran in den kommenden Wochen. Dabei könnten iranische Kraftwerke, weitere Infrastruktur und Nuklearanlagen massiv bombardiert werden.
Für die Finanzmärkte sind das ausgesprochen schlechte Nachrichten. Obwohl sich die Ölexporte aus dem Nahen Osten nach Angaben des Datenanbieters Kpler bereits wieder dem Vorkriegsniveau nähern, bleibt der Ölpreis hoch. Die Sorte Brent notiert inzwischen wieder über 100 Dollar je Barrel.

Neben den zunehmenden geopolitischen Spannungen mussten Anleger am Mittwoch auch das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank verarbeiten. Daraus geht hervor, dass sich nahezu alle Entscheidungsträger weiterhin große Sorgen über die Inflation machen. Bei der Sitzung am 15. und 16. September hatte die Federal Reserve einstimmig beschlossen, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte anzuheben.
Über die Gründe für die Zinserhöhung herrschte allerdings keine vollständige Einigkeit. Ein Teil der Notenbanker sah den Schritt vor allem als Vorsichtsmaßnahme gegen neue Inflationsschocks, etwa durch höhere Energiepreise.
Andere hielten einen höheren Leitzins für notwendig, weil die US-Wirtschaft weiterhin robust wächst. Das ist insofern bedeutsam, als es auf tiefer liegende Inflationsprobleme hindeutet, die über den steigenden Ölpreis hinausgehen könnten.
Das Protokoll enthält jedoch auch eine wichtige Einschränkung. Zwar rechneten die meisten Notenbanker im September noch mit einer weiteren Zinserhöhung bis Ende 2026. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass die Fed die Zinsen in den kommenden Monaten fortlaufend anheben wird.
Zudem wurden nach der Sitzung schwächere Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Die am Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung am 27. und 28. Oktober ist dadurch auf rund 18 Prozent gesunken.

Für Bitcoin ergeben sich daraus gegenläufige Signale. Hohe Ölpreise, steigende Anleiherenditen und eine bei Zinssenkungen zurückhaltende Fed belasten das Marktumfeld. Gleichzeitig zeichnet sich am US-Arbeitsmarkt immer deutlicher eine Abkühlung ab.
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