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Der Bitcoin-Kurs hat sich etwas erholt. Nachdem Bitcoin (BTC) gestern auf 80.200 Dollar gefallen war, notiert der Coin inzwischen wieder bei 82.200 Dollar. Heute entspannt sich die Lage an den Finanzmärkten etwas. Nicht nur Bitcoin legt zu: Auch Gold verzeichnet leichte Gewinne, und die Futures an der Wall Street sind ebenfalls im Plus gestartet.

Trotz der starken Entwicklung von Bitcoin in den vergangenen Monaten bleibt das Umfeld schwierig. Dennoch schloss der Kurs das dritte Quartal mit einem Plus von mehr als 40 Prozent ab.
Diese Kursanstiege erfolgten, während die Anleiherenditen weltweit auf die höchsten Stände seit mehreren Jahrzehnten kletterten. Normalerweise belastet ein solches Umfeld Bitcoin.
Die hohen Renditen dürften den Kurs auch jetzt bremsen. Dennoch zeichnet sich allmählich ein Aufwärtstrend ab. Immer mehr Signale deuten darauf hin, dass sich der Bärenmarkt bei Bitcoin seinem Ende nähert.
Ein Beispiel ist die Rückkehr über den gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt. Historisch gilt diese Kursmarke als wichtige Trennlinie zwischen Bären- und Bullenmärkten. Bitcoin notiert inzwischen wieder darüber.

Sollte der Bitcoin-Kurs erneut nachgeben, wäre es ein starkes Signal, wenn dieser Durchschnitt als Unterstützung hält.
Ein wesentlicher Grund für die Erholung von Bitcoin ist der sinkende Ölpreis. Er gibt heute etwas nach, nachdem Donald Trump angekündigt hat, dass die USA Iran vor den Zwischenwahlen im November nicht angreifen werden. Das beruhigt die Finanzmärkte etwas, nachdem gestern noch Berichte über mögliche neue US-Luftangriffe auf Iran erschienen waren.
Der Preis für Brent-Öl fällt um 0,77 Prozent auf 103,48 Dollar je Barrel. Auch die US-Sorte WTI gibt nach und verliert 0,68 Prozent auf 90,87 Dollar. Die Rückgänge sind zwar überschaubar, doch vorerst ist jeder Rückgang des Ölpreises für die Finanzmärkte willkommen.
Der hohe Ölpreis ist einer der wichtigsten Gründe für die steigenden Anleiherenditen. Teurere Energie erhöht den Inflationsdruck und schränkt damit den Spielraum der US-Notenbank für Zinssenkungen ein. Inzwischen rechnet der Markt sogar mit einer erneuten Zinserhöhung im Dezember. Das belastet Bitcoin und Aktien.
Trump erklärte zudem, die USA führten konstruktive Gespräche mit Iran. Zugleich versuchen verschiedene Länder, die Ölversorgung auf anderen Wegen zu verbessern. So wird an der Freigabe strategischer Ölreserven gearbeitet, während Saudi-Arabien alternative Routen für seine Ölexporte nutzt. Für Bitcoin wäre vor allem ein dauerhaft niedrigerer Ölpreis günstig. Er könnte den Inflationsdruck verringern und letztlich auch zu niedrigeren Anleiherenditen beitragen.
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