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Der Kaufdruck auf Bitcoin hat in den letzten Tagen stark zugenommen, während der Kurs selbst kaum Bewegung zeigt. Neue On-Chain-Daten belegen, dass immer mehr Bitcoin von den Börsen abgezogen werden, ein klassisches Zeichen dafür, dass Investoren halten statt verkaufen wollen. Dennoch bleibt der Bitcoin-Kurs unter einem hartnäckigen Widerstand um die 89.000 Dollar stecken.
Die Frage, die über dem Markt schwebt: Ist dies der Moment, in dem Bitcoin endlich ausbricht, oder bleibt die Seitwärtsbewegung auch ins neue Jahr hinein bestehen?
Seit Anfang Dezember bewegt sich der Bitcoin-Kurs größtenteils seitwärts. Im vergangenen Monat ist der Preis etwa 5 Prozent gestiegen, aber in der vergangenen Woche ist kaum eine Richtung zu erkennen. Dieser Stillstand steht im Kontrast zu dem, was unter der Oberfläche geschieht.
Laut On-Chain-Daten ist die Anzahl der Bitcoin, die von zentralisierten Börsen abgezogen werden, in kurzer Zeit stark gestiegen. Am 19. Dezember wurden netto etwa 26.000 Bitcoin von Börsen abgezogen. Zwei Tage später stieg die Zahl auf über 41.000 Bitcoin, ein Anstieg von fast 60 Prozent.
Wenn Investoren ihre Coins von Börsen abziehen, deutet das in der Regel auf Kaufaktivitäten auf dem Spotmarkt hin. Coins, die in eigener Verwahrung gehalten werden, gelangen weniger schnell wieder zum Verkauf, was den direkten Verkaufsdruck verringert.
Nicht nur kleinere Investoren scheinen aktiver zu werden. Auch die Anzahl der Adressen, die mindestens 1.000 Bitcoin halten, oft als große Akteure oder „Wale“ angesehen, steigt wieder leicht. Diese Zahl sank zu Beginn des Monats stark, kehrte jedoch um den 20. Dezember vorsichtig nach oben.

Dieser Anstieg ist noch bescheiden und bleibt unter früheren Höchstständen, aber die Richtung ist relevant. Große Akteure scheinen wieder langsam zu akkumulieren, während der Kurs stabilisiert, anstatt Positionen abzubauen.
Auffällig ist, dass der Abfluss von Bitcoin von Börsen schneller steigt als die Wal-Akkumulation. Das deutet darauf hin, dass nicht nur große Spieler, sondern auch mittelgroße und kleinere Investoren aktiver werden. Mit anderen Worten: Der Kaufdruck kommt breiter aus dem Markt.

Ob sich die zunehmende Nachfrage schnell in einen höheren Kurs umsetzt, hängt von einigen entscheidenden Niveaus ab. Der wichtigste Widerstand liegt bei etwa 89.250 Dollar. Dieses Niveau hat seit Mitte Dezember mehrere Aufwärtstendenzen gestoppt und fungiert als klare „Mauer“ im Chart.
Solange Bitcoin nicht überzeugend über diesem Niveau schließt, bleibt das Bild einer richtungslosen Marktbewegung bestehen. Ein Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg zur Zone um 96.000 bis 97.000 Dollar öffnen, wo in der Vergangenheit erneut starker Verkaufsdruck herrschte.

An der Unterseite liegt die erste wichtige Unterstützung bei etwa 87.600 Dollar. Fällt der Kurs darunter, rückt ein Rückgang in Richtung 83.500 Dollar in den Fokus. In einem negativeren Szenario könnte sogar die Zone um 80.000 Dollar erneut getestet werden.
Die aktuelle Situation zeigt eine klassische Spannung auf dem Markt. Einerseits nimmt der Kaufdruck deutlich zu, sichtbar sowohl in On-Chain-Daten als auch im Verhalten der Investoren. Andererseits bleibt der Preis in einer engen Bandbreite gefangen, als ob der Markt auf einen klaren Auslöser wartet.
Das macht die kommenden Tage und Wochen entscheidend. Wenn die Nachfrage stark genug ist, um den Widerstand zu brechen, könnte der Kurs schnell ansteigen. Gelingt dies nicht, bleibt Bitcoin wahrscheinlich auch ins neue Jahr hinein in einer frustrierenden Seitwärtsbewegung gefangen.
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