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Kasachstan geht gegen sechs große Kryptobörsen vor, darunter Coinbase. Ohne Lizenz dürfen die Plattformen in einer speziellen Finanzzone in der Hauptstadt Astana keine Kryptodienstleistungen mehr anbieten. Die Maßnahmen betreffen auch Apple und Google. Ein landesweites Verbot besteht jedoch nicht.
Die Finanzaufsicht AFSA hat vor Gericht Beschränkungen gegen Coinbase, BingX, Bitcoin.com, Huobi Global (HTX), BitMart und WEEX erwirkt.
Die Unternehmen dürfen innerhalb des Astana International Financial Centre (AIFC) keine Dienstleistungen mehr anbieten oder bewerben, die Nutzern den Handel mit Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen ermöglichen. Die Beschränkungen gelten auch für ihre mobilen Apps.
Die Entscheidung erging am 15. September. Das Gericht betonte, dass die Maßnahmen ausschließlich innerhalb des AIFC gelten. Die spezielle Finanzzone in Astana verfügt über eigene Vorschriften und eine eigene Aufsicht.
Nach Angaben der AFSA verfügen die sechs Kryptobörsen nicht über die erforderliche Lizenz. Deshalb zog die Aufsichtsbehörde vor Gericht.
Die Entscheidung hat auch Folgen für Apple und Google, die die Apps der betroffenen Kryptobörsen in ihren App-Stores anbieten.
Dem Gericht zufolge sind die Beschränkungen auch für die beiden Technologiekonzerne bindend. Eine gesonderte Anordnung ergeht vorerst nicht. Zunächst soll die AFSA mit Apple und Google die Umsetzung abstimmen.
Die Kryptobörse LBank konnte weitere Maßnahmen abwenden. Die Plattform war zunächst ebenfalls Gegenstand des Verfahrens. Nachdem sie den Zugang zu ihren Diensten aus Kasachstan gesperrt hatte, wurde das Verfahren gegen sie am 18. September eingestellt.
Die übrigen sechs Plattformen reagierten nicht fristgerecht auf das Verfahren. Das Gericht entschied daher, ohne dass die Unternehmen sich gegen die Vorwürfe verteidigt hatten.
Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen Kryptoplattformen ohne Lizenz. Bereits 2025 warnte die AFSA mehr als zwanzig Unternehmen. Anfang 2026 leitete sie rechtliche Schritte gegen Plattformen ein, die nach ihren Angaben weiterhin gegen die Vorschriften verstießen.
Coinbase hatte in Kasachstan schon zuvor Probleme mit den Behörden. Im Jahr 2023 sperrten diese die Website der US-Kryptobörse wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die nationale Kryptogesetzgebung.
Die neue Gerichtsentscheidung ist enger gefasst. Coinbase und die fünf anderen Plattformen dürfen ohne Lizenz innerhalb des AIFC keine Kryptodienstleistungen anbieten. Damit ist ihre Geschäftstätigkeit nicht automatisch in ganz Kasachstan verboten.
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