Das in Kanada ansässige Unternehmen Matador Technologies, das Gold tokenisiert, ist wie MicroStrategy auf einen Bitcoin-Standard umgestiegen. Mit dem Kauf von Bitcoin möchte sich das Unternehmen vor dem Inflationsrisiko des kanadischen Dollars schützen.
Matador Technologies setzt auf Bitcoin
Laut Matador Technologies besteht derzeit ein Risiko, einen Großteil seines Vermögens in kanadischen Dollar zu halten. Eine bemerkenswerte Situation für ein Unternehmen, das digitalisiertes Gold verkauft.
„Aufgrund der Abhängigkeit Kanadas vom Ölexport und der steigenden Staatsschulden machen wir uns Sorgen über eine potenzielle Abwertung und den Verlust der Kaufkraft kanadischer Vermögenswerte,“ erklärt das Unternehmen.
Zunächst plant Matador Technologies, 4,5 Millionen Dollar in Bitcoin zu investieren, und möchte anschließend weitere Möglichkeiten erkunden, noch mehr BTC zu erwerben. Zudem plant das Unternehmen, den Großteil seiner Barreserven von kanadischen Dollar in US-Dollar umzuwandeln.
Warum kein Gold?
„Der Vorstand und das Management von Matador glauben daran, Bitcoin zu nutzen, um unsere Finanzreserven zukunftssicher zu machen. Dieser Schritt unterstützt auch unsere Mission, Bitcoin als Plattform für unsere goldbasierten Produkte zu erforschen,“ erklärt Sunny Ray, Präsident von Matador.
Das ist durchaus überraschend, da sich das Unternehmen auf Gold konzentriert – nicht auf Bitcoin, sondern auf das Edelmetall.
Man könnte erwarten, dass das Unternehmen eher auf einen Goldstandard umsteigt als auf einen Bitcoin-Standard. Andererseits ist dies ein interessanter Schritt, da Bitcoin und Gold in gewisser Weise Konkurrenten sind.
Wenn Bitcoin letztendlich größer wird als Gold, profitiert Matador von diesem Erfolg. Sollte dies nicht der Fall sein, kann das Unternehmen vermutlich einfach mit seinem Goldgeschäft weitermachen. Dieser Schritt könnte als Form der Diversifizierung betrachtet werden.

Übrigens ist Matador noch nicht bereit, Gold zu verkaufen. Der Verkauf soll erst im zweiten und dritten Quartal 2025 beginnen.
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