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Die US-Investmentbank JPMorgan sieht enormes Wachstumspotenzial für SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Die Bank hat ihr Kursziel für die Aktie mehr als verdoppelt. Nach Einschätzung der Analysten könnte der Unternehmenswert in den kommenden Jahren stark steigen, vor allem dank der wachsenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI). Auch eine mögliche Fusion mit Tesla spielt eine Rolle.

JPMorgan sieht enormes Kurspotenzial für SpaceX

JPMorgan hat das Kursziel für SpaceX (SPCX) von 240 auf 500 Dollar angehoben. Das geht aus einer neuen Analystenstudie hervor, über die Investing.com berichtet.

Beim aktuellen Aktienkurs von 147,79 Dollar entspricht das einem Kurspotenzial von 238 Prozent. Die Bank hält zudem an ihrer positiven Anlageempfehlung fest und erwartet damit, dass sich die Aktie besser entwickelt als der Gesamtmarkt.

Hinter der deutlichen Anhebung steht Analyst Doug Anmuth. Er hat seine Erwartungen für die kommenden Jahre erheblich nach oben korrigiert. Seine Umsatzprognosen für 2027 und 2028 hat er sogar mehr als verdoppelt.

Für 2027 rechnet JPMorgan inzwischen mit einem Umsatz von 254 Milliarden Dollar. Zudem erwartet die Bank, dass SpaceX bis Ende des Jahres über Rechenkapazitäten mit einer Leistung von 10 Gigawatt verfügt.

Diese Kapazitäten werden für rechenintensive KI-Anwendungen benötigt. Die Nachfrage wächst rasant, da immer mehr Unternehmen in künstliche Intelligenz investieren.

Nach Einschätzung von JPMorgan könnte SpaceX Ende 2027 auf jährlich wiederkehrende Umsätze von rund 400 Milliarden Dollar kommen. Das liegt allerdings noch unter den eigenen Zielen des Unternehmens. Das Management strebt einen Betrag zwischen 500 Milliarden und einer Billion Dollar an.

Das Kursziel von 500 Dollar basiert auf dem Zwanzigfachen des für 2028 erwarteten Gewinns je Aktie von 24,41 Dollar.

Elon Musk prüft mögliche Fusion von SpaceX und Tesla

Neben den hohen Wachstumserwartungen sorgt eine weitere Entwicklung bei SpaceX für Aufmerksamkeit. Nach Angaben von Elon Musk haben SpaceX und Tesla Sonderausschüsse eingesetzt, um eine mögliche Fusion zu prüfen.

Ein Zusammenschluss könnte laut Musk erhebliche strategische Vorteile bieten. Auch JPMorgan sieht Chancen in einer solchen Verbindung.

Eine Fusion könnte die Geschäftsbereiche beider Unternehmen enger verzahnen. Tesla investiert beispielsweise massiv in künstliche Intelligenz, während SpaceX den Prognosen zufolge bei der Bereitstellung von Rechenkapazitäten eine immer größere Rolle spielen dürfte.

Ein Zusammenschluss ist jedoch keineswegs sicher. Musk betont, dass die Aktionäre zustimmen müssen. Auch die Aufsichtsbehörden könnten bei der Prüfung einer möglichen Fusion eine wichtige Rolle spielen.

JPMorgan warnt zudem, dass SpaceX noch erhebliche Herausforderungen bewältigen muss, um die ehrgeizigen Wachstumsziele tatsächlich zu erreichen.

Das Unternehmen muss gewaltige Rechenkapazitäten aufbauen, ausreichend Kapital einwerben und weiterhin von einer starken KI-Nachfrage profitieren.

SpaceX übertrifft Erwartungen mit rasantem Umsatzwachstum

Den optimistischen Prognosen gingen besonders starke Quartalszahlen von SpaceX voraus.

Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen den vorgelegten Zahlen zufolge einen Umsatz von 14,6 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 161 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Auch das bereinigte EBITDA, eine Kennzahl für die operative Ertragskraft, legte deutlich zu. Es erreichte 8,8 Milliarden Dollar und lag damit 306 Prozent über dem Vorjahreswert.

Damit übertraf SpaceX die Erwartungen der Analysten deutlich. Im Schnitt hatte der Markt mit einem Umsatz von 12,9 Milliarden Dollar und einem bereinigten EBITDA von 6,6 Milliarden Dollar gerechnet.

Auch andere große Banken haben ihre Erwartungen angehoben.

Mizuho erhöhte das Kursziel auf 205 Dollar, während UBS inzwischen von 230 Dollar ausgeht. RBC Capital hielt am Kursziel von 225 Dollar fest, Morgan Stanley blieb bei 300 Dollar.

Stifel bekräftigte die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 190 Dollar. Die Bank verwies dabei auf das starke Umsatzwachstum und die verbesserten Gewinnmargen der vergangenen beiden Quartale.

Trotz der Zuversicht halten nicht alle die aktuelle Bewertung für gerechtfertigt. Nach den Bewertungsmodellen von InvestingPro ist die Aktie derzeit überbewertet.

Über die vergangenen zwölf Monate schrieb SpaceX zudem noch rote Zahlen. Der Verlust je Aktie betrug 2,27 Dollar. Laut InvestingPro erwarten Analysten allerdings, dass das Unternehmen in diesem Jahr profitabel wird.

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