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Die Niederlande wollen verhindern, dass die Vereinigten Staaten die Exportmöglichkeiten von ASML nach China weiter einschränken. Ministerpräsident Rob Jetten hat dazu mehrere Gespräche mit Präsident Donald Trump und US-Politikern geführt. Er rechnet damit, dass beide Länder am Ende eine tragfähige Lösung finden können.

Für die Niederlande steht viel auf dem Spiel. Ein US-Gesetzentwurf könnte ASML beim Verkauf wichtiger Chipmaschinen nach China treffen – einem Markt, der dem niederländischen Technologiekonzern weiterhin Milliarden einbringt.

Jetten spricht mit Trump über ASML

Im Mittelpunkt steht der sogenannte MATCH Act. Der Entwurf soll Exportbeschränkungen für fortgeschrittene Chiptechnologie zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten stärker angleichen.

Jetten sagte Bloomberg Television in New York, er habe das Thema bereits mehrfach mit Trump und US-Politikern besprochen.

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Jetten erklärte, er habe mit dem US-Präsidenten und Abgeordneten bereits zahlreiche Gespräche über den MATCH Act und den Schutz der Halbleiterindustrie geführt. Er zeigte sich „ziemlich zuversichtlich“, dass eine Einigung möglich sei, mit der alle Beteiligten arbeiten könnten.

Die Niederlande haben bereits Einwände gegen einen zentralen Teil des Entwurfs erhoben. Sollten Verbündete keine vergleichbaren Exportkontrollen einführen, könnte Washington über US-Recht Beschränkungen für Ausfuhren aus diesen Ländern durchsetzen. Die niederländische Regierung lehnt diese extraterritoriale Wirkung ab.

Jetten betont zugleich, dass die Niederlande die Sorgen über den Schutz sensibler Chiptechnologie teilen. Für ASML gelten seiner Darstellung nach bereits sehr strenge Exportvorschriften. Sie sollen verhindern, dass fortgeschrittene Technologie unerwünscht in chinesische Hände gelangt.

MATCH Act könnte wichtige ASML-Maschinen betreffen

ASML darf seine modernsten Extreme-Ultraviolet-Systeme, besser bekannt als EUV, schon heute nicht nach China exportieren. Mit diesen riesigen Anlagen können Hersteller besonders fortgeschrittene Chips produzieren.

Die neuen US-Pläne gehen darüber hinaus. Der MATCH Act könnte auch den Verkauf aller Immersions-DUV-Systeme nach China betreffen. DUV ist älter als EUV, bleibt für die Produktion großer Chipmengen aber wichtig.

Damit ist der Entwurf für ASML finanziell relevant. China stand im zweiten Quartal für 14 Prozent der Netto-Systemverkäufe des Unternehmens. Im Vorquartal waren es noch 19 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet ASML, dass China rund 20 Prozent des gesamten Nettoumsatzes ausmacht. 2025 hatte der Anteil noch bei 33 Prozent gelegen.

Die Regierung hatte bereits früher gewarnt, dass weitreichende US-Maßnahmen erhebliche Auswirkungen auf Umsatz und Marktposition niederländischer Halbleiterunternehmen haben könnten. Strengere Regeln könnten zudem Wartung und Dienstleistungen rund um Maschinen betreffen, die bereits an chinesische Kunden geliefert wurden.

ASML steht im Zentrum des Konflikts zwischen den USA und China

Die Debatte um ASML ist Teil eines deutlich größeren Technologiekonflikts zwischen Washington und Peking. Die Vereinigten Staaten wollen Chinas Zugang zu fortgeschrittener Technologie für die Chipproduktion begrenzen. Dabei geht es sowohl um wirtschaftliche Interessen als auch um Fragen der nationalen Sicherheit.

Für die Niederlande entsteht dadurch eine schwierige Lage. ASML ist ein niederländisches Unternehmen und einer der wichtigsten Konzerne der europäischen Technologiebranche. Zugleich arbeitet das Unternehmen in einer globalen Lieferkette, in der die Vereinigten Staaten eine zentrale Rolle spielen.

Die niederländische Regierung betont, dass Exportkontrollen letztlich in der Verantwortung einzelner Staaten bleiben sollten. Gleichzeitig berät Den Haag mit anderen Ländern über gemeinsame Beschränkungen für sensible Technologie.

Der MATCH Act ist noch kein endgültiges US-Gesetz. Repräsentantenhaus und Senat beraten jeweils eigene Fassungen des Entwurfs. Damit können sich die genauen Regeln und die Folgen für ASML im Gesetzgebungsverfahren noch ändern.

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