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Jeff Bezos hat inzwischen rund 28 Milliarden Dollar aus seinem Privatvermögen in sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin investiert. Zudem nahm das Unternehmen kürzlich erstmals in seiner 26-jährigen Geschichte Kapital von externen Investoren auf.

Die Finanzierungsrunde brachte 10 Milliarden Dollar ein. Laut Bezos überstieg die Nachfrage das Angebot an verfügbaren Aktien.

Bezos zögerte Einstieg externer Investoren bewusst hinaus

Blue Origin wurde im Jahr 2000 gegründet und entwickelt wiederverwendbare Raketen, Mondlandefähren und weitere Raumfahrttechnologien.

Das Unternehmen konkurriert direkt mit SpaceX um Aufträge unter anderem von der NASA und dem US-Militär.

Dennoch ließ Bezos lange Zeit keine externen Investoren zu. Nach eigenen Angaben wollte er andere erst beteiligen, wenn er überzeugt war, dass Blue Origin tatsächlich eine attraktive Investition sein könnte.

Börsengang wohl erst in einigen Jahren

Bezos bestätigte außerdem, dass Blue Origin langfristig wahrscheinlich an die Börse gehen wird. Ein baldiger Börsengang ist jedoch nicht geplant.

Seiner Einschätzung nach dürfte es bis zum Börsengang noch einige Jahre dauern. Für Anleger ist die Aussage dennoch bemerkenswert: Sie könnten damit langfristig neben SpaceX in ein weiteres großes Raumfahrtunternehmen investieren.

Elon Musk reagiert überraschend positiv

Noch bemerkenswerter war die Reaktion von Elon Musk. Die beiden Milliardäre konkurrieren seit Jahren bei Raketenstarts, Satelliteninternet und staatlichen Aufträgen.

Musk begrüßt Investition seines Konkurrenten Bezos.
Musk begrüßt Investition seines Konkurrenten Bezos. Quelle: Musk/X

Dennoch reagierte Musk positiv auf die Nachricht. Er begrüßte, dass Bezos der Raumfahrt einen so hohen Stellenwert einräumt. Angesichts der langjährigen Rivalität zwischen den beiden Unternehmern ist das ungewöhnlich.

Abstand zu SpaceX bleibt enorm

Trotz der Milliardeninvestitionen liegt Blue Origin noch deutlich hinter SpaceX zurück. SpaceX ging Anfang dieses Jahres an die Börse und erreichte dabei eine Bewertung von rund 1,77 Billionen Dollar.

Technologisch und wirtschaftlich hat Blue Origin noch erheblichen Aufholbedarf. Die nächste wichtige Bewährungsprobe steht im Dezember an, wenn die New-Glenn-Rakete erneut starten soll.

Gelingt Blue Origin in den kommenden Jahren eine größere Zahl erfolgreicher Starts und nutzt das Unternehmen das externe Kapital effektiv, könnte ein künftiger Börsengang zu einer der größten Transaktionen in der Geschichte der Raumfahrt werden.

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