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Ripple hat bei der Expansion seines Stablecoins RLUSD einen wichtigen Schritt gemacht. Die japanische Finanzaufsicht hat den an den US-Dollar gekoppelten Coin genehmigt. Damit wird er in einem der am strengsten regulierten Kryptomärkte der Welt sowohl für Privatanleger als auch für Unternehmen verfügbar.
Japan stuft RLUSD nach dem Payment Services Act als sogenanntes elektronisches Zahlungsmittel ein. Damit erfüllt der Stablecoin die strengen Vorgaben, die das Land an ausländische Emittenten digitaler Dollar stellt.
Japan gilt bei Stablecoins als eines der strengsten Regime weltweit. Dass nun ein ausländischer Dollar-Stablecoin sowohl für Unternehmen als auch für Privatanleger zugelassen wird, ist für Ripple entsprechend eine zentrale Wegmarke.
Die Genehmigung geht auf eine Absichtserklärung zurück, die Ripple und SBI im August 2025 unterzeichneten. Damit knüpfen beide Unternehmen an eine Kooperation an, die seit 2016 besteht. Seither arbeiten sie an grenzüberschreitenden Zahlungen und Blockchain-Lösungen in Asien.
Nach Angaben von Jack McDonald, Senior Vice President Stablecoins bei Ripple, soll RLUSD zu einer Brücke für internationale Zahlungen, Tokenisierung und das Management von Sicherheiten werden. Damit will das Unternehmen japanischen Firmen einen einfacheren Zugang zu globaler Dollarliquidität ermöglichen.
Mit RLUSD positioniert sich Ripple gezielt im schnell wachsenden Markt regulierter Stablecoins. Der Coin ist unabhängig von XRP und richtet sich an Anwendungen im Unternehmensumfeld – etwa internationale Abwicklungen und die Tokenisierung von Finanzanlagen.
Trotz der Freigabe in Japan ist RLUSD vorerst noch ein vergleichsweise kleiner Akteur. Seit der Einführung Ende 2024 hat der Stablecoin eine Marktkapitalisierung von rund 1,7 Milliarden US-Dollar erreicht. Damit liegt Ripple deutlich hinter den Marktführern Tether (USDT) mit etwa 186 Milliarden US-Dollar und USD Coin (USDC) mit rund 74 Milliarden US-Dollar.
Die Genehmigung in Japan stärkt die Position von RLUSD gegenüber institutionellen Nutzern. Zugleich muss Ripple in den kommenden Jahren zeigen, dass sich dieser regulatorische Vorsprung auch in höherem Handelsvolumen und mehr Liquidität niederschlägt – um tatsächlich mit den größten Stablecoins der Welt konkurrieren zu können.
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