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Iran erklärt, mit Oman eine Einigung über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus erzielt zu haben. Für den Ölmarkt könnte das erhebliche Bedeutung haben.
Die Straße von Hormus ist eines der wichtigsten Nadelöhre der Welt. Normalerweise fließt rund ein Fünftel der globalen Öl- und Gasströme durch diese schmale Passage. Seit dem Krieg zwischen den USA, Israel und Iran ist der Schiffsverkehr massiv beeinträchtigt.

Sollte Hormus tatsächlich wieder geöffnet werden, könnte das die Ölpreise weiter drücken und die Inflationssorgen an den Finanzmärkten dämpfen. Noch ist es aber nicht so weit.
Nach iranischen Angaben haben sich Teheran und Maskat auf die geografischen Koordinaten eines befahrbaren Korridors verständigt. Eine gemeinsame Erklärung zu einer Übergangsregelung befinde sich in der Schlussphase.
Dennoch bleibt Iran vorsichtig. Die iranische Regierung betont, eine Einigung mit Oman bedeute nicht automatisch, dass Schiffe sicher passieren könnten, solange die USA ihre Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten.
Damit bleibt der Kern des Konflikts bestehen. Iran will die Kontrolle über die Straße von Hormus behalten. Die USA drängen dagegen darauf, die Route vollständig für die internationale Schifffahrt zu öffnen.
Für Donald Trump hat die Wiederöffnung von Hormus inzwischen höchste Priorität. Hohe Öl- und Benzinpreise sind politisch riskant, besonders mit Blick auf die Zwischenwahlen im November. Washington drängt deshalb auf eine schnelle Vereinbarung, die den Energiemarkt beruhigt.
Trump hatte zuvor von deutlichen Fortschritten gesprochen und ein Abkommen in kurzer Zeit für möglich gehalten. Iran bestreitet unterdessen direkte Verhandlungen mit den USA. Teheran erklärt jedoch, aus Washington Signale erhalten zu haben, wonach die US-Regierung bereit sei, zu früheren Vereinbarungen zurückzukehren.
Gemeint sein dürfte die vorläufige Einigung vom Juni, die letztlich am Streit über die Kontrolle der Schifffahrtsroute scheiterte.
Nach iranischen Angaben könnte die neue Route, sofern sie eingerichtet wird, zwei bis vier Monate genutzt werden. Zunächst sollen iranische Schiffe, darunter Öltanker, das Gebiet befahren, um zu prüfen, ob die Route frei von Minen ist. Anschließend könnte die Passage in größerem Umfang für Handelsschiffe geöffnet werden.
Ein wichtiges Detail ist, dass Iran ausdrücklich Einfluss behalten will.
Einlaufende Schiffe würden durch iranische Gewässer fahren. Auch auslaufende Schiffe würden auf bestimmten Abschnitten iranisches Gebiet passieren. Damit behält Teheran ein gewisses Maß an Hoheitsrechten über dieses Nadelöhr.
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