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Iran hat die Straße von Hormus vollständig für den kommerziellen Schiffsverkehr geöffnet. Dies gab der Außenminister Abbas Araghchi auf X bekannt. Es ist der bedeutendste Deeskalationsschritt seit Beginn des Konflikts und könnte einen Wendepunkt für die Energiemärkte darstellen.
Die Öffnung steht in direktem Zusammenhang mit dem Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon, den Trump am Donnerstagabend angekündigt hat. Iran forderte seit Wochen, dass Libanon in die breitere Diplomatie einbezogen wird. Mit diesem Abkommen öffnet Teheran nun die Meerenge.
Araghchi erklärte, dass der Durchgang für alle Handelsschiffe während der verbleibenden Periode des Waffenstillstands gilt. Die Schiffe müssen die zuvor von den iranischen Behörden angekündigte koordinierte Route folgen.
Die Straße von Hormus ist die weltweit wichtigste Öltransportroute. Etwa ein Fünftel der globalen Öllieferungen passieren täglich diese Meerenge. Seit Beginn des Konflikts war die Durchfahrt effektiv gesperrt, was die Ölpreise um 35 Prozent steigen ließ.
Bleibt die Öffnung bestehen, könnte dies den Ölpreis erheblich senken. Golfstaaten wie Saudi-Arabien, die VAE und Katar können ihre Exporte wiederaufnehmen. Der Druck auf die weltweiten Energiepreise und Lieferketten würde dann rasch abnehmen.
Die unbekannte Größe ist die amerikanische Blockade. Die USA unterhalten seit Montag eine eigene Marineblockade um Hormus, um den iranischen Ölexport zu stoppen. Vierzehn Schiffe wurden innerhalb von drei Tagen zurückgeschickt. Ob die USA die Blockade nun aufheben, bleibt unklar.
Iran öffnet die Meerenge für den kommerziellen Verkehr. Die USA blockieren speziell den iranischen Schiffsverkehr. Diese beiden Positionen könnten koexistieren, könnten jedoch auch kollidieren, wenn iranische Tanker versuchen weiterzufahren.
In den kommenden Stunden wird sich zeigen, wie Washington auf diesen Schritt reagiert. Wenn Trump die Öffnung begrüßt und die Blockade lockert, wäre das ein starkes Signal, dass ein umfassenderes Abkommen näher rückt. Sollte die Blockade unverändert fortbestehen, bleibt die Lage trotz der iranischen Ankündigung angespannt.
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