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Krypto-Betrüger haben 2025 verstärkt Identitätsbetrug genutzt, um Kryptowährungen von Nutzern zu stehlen. Das Forschungsinstitut Chainalysis berichtet, dass die gemeldeten Fälle von Identitätsbetrug 2025 um etwa 1400% im Vergleich zu 2024 gestiegen sind. Auch der durchschnittliche Betrag, der pro Fall erbeutet wurde, nahm stark zu: um mehr als 600%.
Bei Identitätsbetrug geben sich Kriminelle als seriöse Unternehmen oder Personen aus, beispielsweise eine Kryptobörse oder ein Kundenservice. Opfer werden dazu verleitet, Geld zu überweisen, Zugangsdaten preiszugeben oder Zugang zu ihrem Konto oder Wallet zu gewähren.
Beim Identitätsbetrug gewinnen Betrüger schnell Vertrauen, indem sie überzeugend wirken. Sie nutzen Namen, Logos, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, die echt erscheinen. Häufig üben sie Druck mit einer dringenden Geschichte aus, wie „Ihr Konto ist in Gefahr“ oder „Sie müssen jetzt handeln, um Verluste zu vermeiden“.
Chainalysis erklärt, dass Identitätsbetrug oft Teil umfassenderer Betrugsmethoden ist. Dabei werden mehrere Taktiken kombiniert, wie Social Engineering und technische Tricks, die sich gegen Wallets richten.
Ein bemerkenswerter Fall aus 2025 betrifft Betrüger, die sich als Kryptobörse Coinbase ausgaben. Laut der Staatsanwaltschaft in Brooklyn wurden fast 16 Millionen Dollar bei etwa 100 Opfern in den Vereinigten Staaten erbeutet.
Den Opfern wurde gesagt, dass ihre Guthaben in Gefahr seien und sie ihre Kryptowährungen in ein sogenanntes sicheres Wallet verschieben müssten. Tatsächlich landete das Geld bei den Betrügern. Der Fall betont, dass ein seriöses Unternehmen niemals dazu auffordern wird, Krypto in ein „sicheres Wallet“ zu überweisen.
Chainalysis warnt, dass künstliche Intelligenz Betrug effektiver macht und zur sogenannten Industrialisierung der Betrugsmaschen beiträgt. Betrüger nutzen vermehrt spezialisierte Werkzeuge, um größere Gruppen von Opfern gleichzeitig anzusprechen.
Laut Chainalysis war Betrug unter Einsatz von KI 4,5-mal profitabler. Zudem verzeichnet das Unternehmen höhere tägliche Einnahmen und ein größeres Transaktionsvolumen, was auf eine größere Reichweite und Effizienz der Kriminellen hinweisen könnte.
Der Anstieg von Betrugsfällen führt auch zu verstärkter Strafverfolgung. Chainalysis appelliert jedoch an die Behörden, 2026 mehr auf Prävention zu setzen, unter anderem durch bessere Erkennungstools und breitere Anwendung von Echtzeitsystemen zur Identifikation von Betrug und Geldtransfers.
Darüber hinaus spricht sich Chainalysis für mehr Mittel zur internationalen Zusammenarbeit aus, da viele Betrugsnetzwerke grenzüberschreitend agieren und Maßnahmen oftmals mehrere Länder betreffen.
Sicherheitsexperten raten, bei unaufgeforderten Nachrichten oder Anrufen über Krypto grundsätzlich vorsichtig zu sein. Diese Grundregeln helfen:
Chainalysis erwartet, dass Betrüger 2026 weiterhin mehrere Techniken und Technologien gleichzeitig kombinieren. Deshalb ist es für Nutzer umso wichtiger, bei verdächtiger Kommunikation zunächst zu verifizieren und erst dann zu handeln.
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