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Hunter Biden hat sich zu den auffälligen Handelsaktivitäten rund um seinen eigenen Coin LAPTOP geäußert. Nach Angaben des Sohnes des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden haben zwei beauftragte Handelsfirmen mit dem Memecoin Millionen Dollar verdient. Zugleich kritisiert er Donald Trump und dessen Familie scharf. Sie profitieren seiner Ansicht nach selbst vom Kryptohandel.
Der Memecoin LAPTOP wurde am 9. September eingeführt. Kurz darauf sorgte der Umgang zweier beauftragter Market Maker mit dem Coin für Aufsehen. Diese Unternehmen sollen den Handel mit einem Coin unterstützen.
Nach den Angaben, die Biden auf X veröffentlichte, und einem Bericht von Groom Lake verdienten die beiden Firmen rund 686.000 Dollar beziehungsweise 2,18 Millionen Dollar. Zusammen sind das knapp 2,9 Millionen Dollar.
Die Handelsfirmen sollen dem Markt kurz nach einem Kurshoch erhebliche Liquidität entzogen haben. Gemeint sind die Mittel, die für den Kauf oder Verkauf eines Coins zur Verfügung stehen.
Eine der Firmen soll bereits 84 Sekunden nach dem Kurshoch eingegriffen haben. Dabei sank die verfügbare Liquidität laut dem Bericht von 16.157 Dollar auf null. Zuvor soll der LAPTOP-Kurs einen Höchststand von rund 317 Dollar erreicht haben.
Das wirft Fragen zur Rolle der beauftragten Firmen auf. Wenn Händler dem Markt plötzlich Liquidität entziehen, kann es für andere Anleger schwierig werden, ihre Coins zu verkaufen. Zudem drohen starke Kursschwankungen.
Biden betont, dass die Entwickler selbst keine Token verkauft hätten. Die 300 Millionen Token, die für die Gründer reserviert sind, wurden seinen Angaben zufolge nicht bewegt. Zudem bleiben sie sechs Monate lang gesperrt.
Außerdem sollen ihm zufolge fünf Prozent des Projekts wohltätigen Zwecken zugutekommen. Token, die bei einer geplanten kostenlosen Verteilung, einem sogenannten Airdrop, nicht abgerufen werden, sollen vernichtet werden. Biden erklärt zudem, das Projekt veröffentliche Informationen im Einklang mit der europäischen Kryptoverordnung MiCA.
Biden äußert sich nicht nur zu den Problemen rund um seinen eigenen Memecoin. Seine Kritik richtet sich auch gegen Präsident Donald Trump und dessen Söhne Donald Trump Jr. und Eric Trump.
Nach Bidens Ansicht wird mit zweierlei Maß gemessen. Während sein eigenes Kryptoprojekt genau geprüft werde, würden die Kryptogeschäfte der Familie Trump deutlich weniger kritisch betrachtet.
Dabei verweist er unter anderem auf den offiziellen TRUMP-Memecoin, der im Januar 2025 eingeführt wurde. Der Coin sorgte sofort für große Aufmerksamkeit. Kritik gab es jedoch an den finanziellen Interessen der Beteiligten und den Risiken für Privatanleger.
Den vorliegenden Angaben zufolge ist für den 22. November zudem ein Abendessen für die 185 größten Inhaber des TRUMP-Memecoins geplant. Hinzu kommen drei nicht näher benannte Gäste. Der Besitz des Coins wird damit an den Zugang zu einer exklusiven Veranstaltung geknüpft.
Die US-Verbraucherschutzorganisation Public Citizen schätzt, dass Anleger mit dem TRUMP-Memecoin insgesamt rund 3,2 Milliarden Dollar verloren haben. Dabei handelt es sich um eine Schätzung der Organisation, nicht um eine unabhängig bestätigte Verlustsumme.
Bereits im August hatte Hunter Biden World Liberty Financial kritisiert, ein Kryptoprojekt mit Verbindungen zur Familie Trump. Seine jüngsten Äußerungen sind damit Teil einer umfassenderen Auseinandersetzung über die Rolle politischer Familien am Kryptomarkt.
Der Name LAPTOP ist kein Zufall. Der Memecoin verweist auf die Kontroverse um einen Laptop, der 2020 mit Hunter Biden in Verbindung gebracht wurde.
Der Fall spielte in der politischen Debatte in den USA eine große Rolle. Über Jahre wurde über den Inhalt des Geräts, die Herkunft des Materials und den Umgang mit persönlichen Daten diskutiert. Biden reichte in diesem Zusammenhang auch zwei Klagen wegen mutmaßlicher Verletzungen seiner Privatsphäre ein.
Mit der Einführung von LAPTOP greift er ein Thema auf, das jahrelang gegen ihn verwendet wurde. Nun dient es als Erkennungszeichen eines Kryptoprojekts.
Bei der Diskussion um den Coin geht es allerdings nicht nur um Politik. Die Millionengewinne der beauftragten Handelsfirmen, der plötzliche Liquiditätsentzug und die zugesagte Absicherung der Gründer-Token zeigen vor allem, wie wichtig Transparenz bei der Einführung neuer Memecoins ist.
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