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Im Darknet behaupten derzeit Cyberkriminelle, im Besitz persönlicher Daten von Hunderttausenden Nutzern der Kryptobörsen Gemini und Binance zu sein. Die gestohlenen Informationen, darunter vollständige Namen, Passwörter, E-Mail-Adressen und Standortdaten, sollen inzwischen zum Verkauf stehen.
Laut The Dark Web Informer, einer Nachrichtenplattform, die sich auf Cyberaktivitäten im Darknet spezialisiert hat, stammt das jüngste Datenleck von einem Bedrohungsakteur mit dem Namen „AKM69“. Dieser Hacker behauptet, eine Datenbank mit 100.000 Gemini-Nutzerdaten zu besitzen – hauptsächlich von Personen aus den Vereinigten Staaten sowie einigen aus Singapur und dem Vereinigten Königreich.
Die Datenbank enthält laut der Plattform vollständige Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Standortinformationen. Der Vorfall soll Teil einer größeren Kampagne sein, bei der Verbraucherdaten für Krypto-bezogene Marketingzwecke, Betrug oder sogenannte „Fund-Recovery“-Maschen verkauft werden.
Einen Tag zuvor berichtete The Dark Web Informer, dass ein weiterer Nutzer mit dem Namen „kiki88888“ ebenfalls Daten von Binance-Nutzern zum Verkauf anbietet. Dabei soll es sich um 132.744 Datensätze mit E-Mail-Adressen und Passwörtern handeln.
Binance erklärte gegenüber der Nachrichtenwebsite Cointelegraph, dass es sich dabei nicht um ein internes Datenleck handelt, sondern um Daten, die durch Malware auf infizierten Computern abgegriffen wurden. Die Schadsoftware habe dabei Browser-Sitzungen kompromittiert. Die Börse betonte, dass ihre eigenen Systeme nicht gehackt wurden.
Auch The Dark Web Informer bestätigt diese Darstellung und kommentierte sarkastisch: „Manche von euch sollten wirklich aufhören, wahllos auf Links zu klicken.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Binance Ziel solcher Behauptungen ist. Im September 2023 behauptete ein Hacker namens „FireBear“, Zugriff auf eine Datenbank mit 12,8 Millionen Binance-Nutzerdaten zu haben – darunter Namen, Adressen und Geburtsdaten. Binance wies die Anschuldigungen nach einer internen Untersuchung als falsch zurück.
Auch andere Kryptobörsen sind regelmäßig Ziel von Phishing- und Betrugsversuchen. So warnte die australische Bundespolizei am 21. März 130 Personen vor einer SMS-Betrugsmasche, bei der die Absender-ID bekannter Kryptobörsen wie Binance gefälscht wurde.
Anfang dieses Monats berichteten Nutzer auf X zudem von ähnlichen Phishing-Versuchen, bei denen gefälschte Nachrichten von Coinbase und Gemini in Umlauf gebracht wurden. Ziel war es, Nutzer dazu zu bringen, ein neues Wallet mit vorab generierten Wiederherstellungsphrasen einzurichten, die in Wahrheit unter Kontrolle der Betrüger standen.
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