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BitMEX-Gründer Arthur Hayes bezeichnete drei Kryptowährungen Anfang des Jahres als die „heilige Dreifaltigkeit“ des Kryptomarkts. Wenig später verkaufte er alle drei Positionen. Rückblickend wirkt diese Entscheidung bemerkenswert: Hyperliquid (HYPE), Zcash (ZEC) und NEAR Protocol (NEAR) legten nach seinem Verkauf deutlich zu.

Hayes machte sich Anfang September öffentlich darüber lustig, dass er die Rally nur von der Seitenlinie aus verfolgen konnte. Zugleich kam es bei allen drei Projekten im Hintergrund zu wichtigen Entwicklungen.

Zcash erholt sich nach schwerwiegendem Sicherheitsproblem

Zcash ist ein Privacy-Coin, mit dem Nutzer Transaktionen abschirmen können. Dadurch sind unter anderem Absender, Empfänger und überwiesener Betrag nicht öffentlich einsehbar.

Ende Mai wurde ein schwerwiegendes Problem entdeckt. Ein Forscher stellte fest, dass eine Schwachstelle theoretisch die unbemerkte Erzeugung neuer ZEC ermöglicht hätte. Das ist besonders heikel, weil Zcash wie Bitcoin eine maximale Menge an Coins vorsieht.

Am 28. Juli wurde deshalb das Ironwood-Upgrade umgesetzt. Abgeschirmte Bestände wurden in ein neues System übertragen, in dem die Schwachstelle nicht mehr besteht.

Zugleich nimmt die Nutzung der Privacy-Funktionen zu. Am 24. September waren 29 Prozent aller ZEC abgeschirmt. Ein Jahr zuvor lag der Anteil bei 23,3 Prozent.

NEAR setzt auf die steigende Nachfrage nach Privacy-Lösungen

Auch bei NEAR Protocol sah Hayes Potenzial. Das Netzwerk verfügt über sogenannte Intents. Dabei gibt ein Nutzer vor, welches Ziel er erreichen möchte; Marktteilnehmer konkurrieren anschließend darum, die Transaktion möglichst günstig und schnell auszuführen.

Nach Einschätzung von Hayes kann diese Technologie Zcash unter anderem mit anderen Blockchains verbinden. Nutzer könnten auf diese Weise etwa abgeschirmte ZEC in einen Stablecoin auf einem anderen Netzwerk tauschen.

NEAR erzielte in den 30 Tagen bis zum 24. September rund 2,1 Millionen US-Dollar an Netto-Protokolleinnahmen. Seit Februar wird ein Teil davon verwendet, um NEAR am Markt zurückzukaufen.

Hyperliquid kauft in großem Stil HYPE zurück

Hyperliquid ist vor allem als dezentrale Handelsplattform für Kryptoderivate bekannt. Zwischen dem 1. Januar und dem 15. September erzielte das Protokoll Einnahmen von rund 429 Millionen US-Dollar.

Fast 99 Prozent der Protokollgebühren werden für Rückkäufe von HYPE verwendet. Zudem erweiterte Hyperliquid sein Angebot in diesem Jahr um Prognosemärkte und die Möglichkeit für Nutzer, selbst neue Märkte zu starten.

Hayes verkaufte seine HYPE wegen Sorgen über steigende Energiepreise, bevorstehende Börsengänge von KI-Unternehmen und einen möglichen Markthöhepunkt im September. Die anschließende Rally zeigte jedoch, wie schnell die Stimmung am Kryptomarkt drehen kann.

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