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Der Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen sorgt für deutliche Bewegungen an den Finanzmärkten. Vor allem Gold profitiert von der politischen Unsicherheit in den Vereinigten Staaten. Der Goldpreis ist um 2,4 Prozent auf rund 4.025 Dollar je Feinunze gestiegen.
Unterdessen verliert der US-Dollar an Wert, und Technologieaktien stehen unter Druck. Auch Bitcoin (BTC) verzeichnete in der Nacht deutliche Verluste, konnte diese aber innerhalb weniger Stunden wieder aufholen.
Anleger versuchen einzuschätzen, was die neuen Mehrheitsverhältnisse in Washington für die Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump bedeuten.
Der Goldpreis ist heute um 2,4 Prozent gestiegen und liegt inzwischen bei rund 4.025 Dollar je Feinunze. Damit hat das Edelmetall den leichten Rückgang vom Dienstag vollständig wettgemacht. Auslöser des Kursanstiegs ist der Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen, der an den Finanzmärkten für neue Unsicherheit sorgt.

Mit der demokratischen Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat verschieben sich die Machtverhältnisse in Washington deutlich. Donald Trump bleibt Präsident, kann seine wirtschaftspolitischen Vorhaben aber nicht mehr ohne Weiteres durch den Kongress bringen. Anleger rechnen damit, dass die Demokraten einen Teil seiner geplanten Steuersenkungen und Ausgaben blockieren werden.
Diese politische Unsicherheit macht Gold attraktiver. Das Edelmetall gilt traditionell als sicherer Hafen, wenn Anleger an den wirtschaftlichen Aussichten zweifeln. Zugleich stützen der schwächere US-Dollar und sinkende Staatsanleiherenditen den Goldpreis.
Der US-Dollar gab am Mittwoch gegenüber allen zehn wichtigen Währungen nach. Zugleich stiegen die Kurse von US-Staatsanleihen, wodurch deren Renditen sanken. Anleger erwarten, dass die Demokraten einen Teil von Trumps geplanten Steuersenkungen und Ausgaben verhindern können. Dadurch müsste sich die US-Regierung womöglich weniger Geld leihen.
Beide Entwicklungen begünstigen Gold. Ein schwächerer Dollar verbilligt das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums. Bei niedrigeren Anleiherenditen verzichten Anleger zudem auf weniger Zinserträge, wenn sie sich für Gold entscheiden, das selbst keine Zinsen abwirft.
Auch am Kryptomarkt war das Wahlergebnis deutlich zu spüren.
Der Bitcoin-Kurs fiel in der Nacht um fast drei Prozent, als die ersten Wahllokale in den USA schlossen und sich das Ausmaß des demokratischen Wahlsiegs abzeichnete.
Gegen 04.00 Uhr deutscher Zeit fiel Bitcoin unter 76.000 Dollar. Damit erreichte die Kryptowährung den tiefsten Stand seit Mitte September.
Der Verkaufsdruck hielt jedoch nicht lange an. Käufer stiegen ein, und der Bitcoin-Kurs erholte sich innerhalb weniger Stunden nahezu vollständig. Inzwischen notiert BTC bei rund 78.200 Dollar.
Der anfängliche Rückgang hängt mit Sorgen über die US-Kryptogesetzgebung zusammen. Trump hat sich ausdrücklich als Unterstützer der Branche positioniert und eine Lockerung der Regulierung versprochen.
Mit einer demokratischen Mehrheit im Kongress dürfte die Verabschiedung neuer kryptofreundlicher Gesetze schwieriger werden. Trump behält allerdings sein Vetorecht. Zudem können die US-Aufsichtsbehörden im Rahmen ihrer bestehenden Befugnisse weiter an Regeln für die Branche arbeiten.
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