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Der Goldpreis steht erneut deutlich unter Druck. Am Freitag fiel das Edelmetall kurzzeitig unter die wichtige Marke von 4.000 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit rund drei Monaten. Anleger befürchten, dass die US-Zinsen länger hoch bleiben. Die kommenden Tage könnten für den weiteren Kursverlauf entscheidend sein.

Goldpreis testet wichtige Unterstützung bei 4.000 Dollar

Der Goldpreis fiel am Freitag kurzzeitig unter 4.000 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm), erholte sich anschließend aber wieder in Richtung dieser Marke. Damit zeichnet sich für Gold ein Wochenverlust von rund drei bis vier Prozent ab.

TradingView-Chart zum Goldpreis am Freitag, 23. Oktober 2026. Der Goldpreis schwankt zunächst zwischen 4.000 und 4.030 Dollar, fällt später jedoch deutlich auf rund 3.975 Dollar. Anschließend erholt er sich teilweise wieder in Richtung 4.000 Dollar.
Der Goldpreis fällt am Freitag unter die wichtige Marke von 4.000 Dollar. (Quelle: TradingView)

Für Anleger steht vor allem die Marke von 4.000 Dollar im Fokus. Sie gilt als psychologisch wichtige Unterstützung, an der Käufer versuchen könnten, weitere Verluste zu verhindern. Bleibt der Goldpreis länger unter dieser Schwelle, könnte der Verkaufsdruck zunehmen.

Der Rückgang ist Teil eines übergeordneten Abwärtstrends. Ende August hatte Gold noch einen Höchststand von knapp 4.700 Dollar erreicht. Seitdem hat das Edelmetall rund 15 Prozent an Wert verloren.

US-Zinsen könnten Goldpreis weiter belasten

Die anhaltende Schwäche hängt vor allem mit den Zinserwartungen in den USA zusammen. Wie bereits gestern berichtet, verunsichern steigende Ölpreise und enttäuschende Inflationsdaten die Anleger. Deshalb rechnen immer mehr Marktteilnehmer damit, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen länger hoch hält.

Die US-Notenbank kommt am 27. und 28. Oktober zu ihrer nächsten Sitzung zusammen. Zwar dürfte sie die Zinsen unverändert lassen, doch Händler beziffern die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember inzwischen auf mehr als 80 Prozent.

Für Gold ist das ungünstig, da das Edelmetall keine Zinsen abwirft. Anlagen wie Staatsanleihen werden dadurch im Vergleich attraktiver.

Wichtig wird auch der 29. Oktober. Dann werden in den USA neue Daten zum PCE-Preisindex veröffentlicht, einem wichtigen Inflationsmaß für die Fed. Fällt die Teuerung erneut höher aus als erwartet, könnte der Goldpreis weiter unter Druck geraten. Unterdessen bleibt die Marke von 4.000 Dollar für Anleger entscheidend.

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