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Die Finanzmärkte verzeichnen massive Verluste, auch Edelmetalle geraten stark unter Druck. Gold und Silber verlieren jeweils mehrere Prozent. Die als sichere Häfen geltenden Anlagen notieren inzwischen so niedrig wie seit November vergangenen Jahres nicht mehr. Was steckt dahinter?
Der Goldpreis liegt heute 2,53 Prozent im Minus. Silber, dessen Preis häufig stärker schwankt, hat bereits 5,12 Prozent verloren. Zusammen haben die beiden Edelmetalle heute mehr als 700 Milliarden Dollar an Marktwert eingebüßt.
Gold ist auf ein Tief von 3.915 Dollar gefallen. Das ist der niedrigste Stand seit dem 30. Oktober 2025, also seit genau einem Jahr. Seit dem Höchststand zu Jahresbeginn ist der Preis bereits um 30 Prozent gesunken.
Silber ist auf ein Tief von 49,30 Dollar gefallen. Damit notiert das Edelmetall so niedrig wie seit dem 21. November nicht mehr und ganze 60 Prozent unter dem Rekordstand vom Januar.
Seit ihren Rekordständen haben die beiden Edelmetalle zusammen bereits mehr als 15 Billionen Dollar an Marktwert verloren. Das entspricht dem Zehnfachen der gesamten Marktkapitalisierung von Bitcoin (BTC).
Heute verzeichnen sämtliche Märkte deutliche Verluste. Anleger ziehen auf breiter Front Kapital ab. Die Gründe unterscheiden sich je nach Anlageklasse:
Zudem belasten die historisch hohen Anleiherenditen bereits seit Längerem sämtliche Märkte. Die Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs haben dazu geführt, dass Anleger immer höhere Renditen für Staatsanleihen verlangen.
Das belastet Edelmetalle und Bitcoin, die selbst keine Zinsen abwerfen. Auch die Aktienbewertungen geraten unter Druck, weil der heutige Wert künftiger Gewinne sinkt. Hinzu kommen höhere Kreditkosten – ausgerechnet zu einer Zeit, in der große Technologiekonzerne ihre KI-Vorhaben zunehmend mit Fremdkapital finanzieren.
Gold und Silber gelten als sichere Häfen. Doch der Konflikt mit Iran belastet inzwischen auch die beiden Edelmetalle. Er treibt die Energiepreise in die Höhe, was zunächst für Gold als Inflationsschutz zu sprechen scheint.
Eine Notenbank, die mit höheren Zinsen gegen steigende Preise vorgeht, wirkt sich jedoch nachteilig aus. Fed-Chef Kevin Warsh betonte erst diese Woche, die Notenbank werde alles daransetzen, die Inflation wieder auf den Zielwert von 2 Prozent zu senken.
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