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Frankreich hat mit Katar ein neues Gasabkommen geschlossen, um die Energieversorgung im Winter zu sichern. Präsident Emmanuel Macron will damit die stark gestiegenen Energiepreise senken.
Der Krieg im Nahen Osten und Angriffe auf russische Raffinerien haben Öl und Gas zuletzt deutlich verteuert.
Macron gab die Vereinbarung am Mittwoch bei einem Besuch in der katarischen Hauptstadt Doha bekannt. Frankreich erhält im kommenden Winter monatlich Flüssigerdgas (LNG) mit einem Energiegehalt von zwei Terawattstunden.
Neben zusätzlichen Lieferungen strebt die französische Regierung niedrigere Transportkosten für Energielieferungen aus dem Persischen Golf an. Angriffe auf Schiffe haben die Energietransporte in der Region riskanter und teurer gemacht.
Frankreich prüft deshalb, wie sich Tanker besser schützen lassen, und arbeitet an einer Regelung, die den Versicherungsschutz für Schiffe einfacher und günstiger machen soll.
Das Gasabkommen folgt auf Vereinbarungen über zusätzliche Diesellieferungen, die Frankreich am Dienstag mit mehreren Ländern im Nahen Osten getroffen hatte.
Die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain haben jeweils rund 100.000 Tonnen Diesel pro Monat zugesagt. Zusammen mit bereits vereinbarten Lieferungen aus Saudi-Arabien ergibt das etwa 295.000 Tonnen monatlich. Das entspricht gut zehn Prozent des französischen Dieselverbrauchs.
Die zusätzlichen Kraftstofflieferungen sollen den Markt entlasten. Angriffe auf Öltanker und russische Raffinerien haben das Angebot verknappt und vor allem Diesel deutlich verteuert.
Das trifft französische Haushalte und Unternehmen unmittelbar. In Paris und anderen Städten kam es in den vergangenen Tagen bei Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten zu Gewalt.
Bei seinem Besuch in der Golfregion traf Macron zudem Vereinbarungen zur militärischen Zusammenarbeit.
Frankreich wird gemeinsam mit Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten an einer verbesserten Version des Kampfflugzeugs Rafale arbeiten.
Auch zu neuen Radarsystemen, Raketen und gepanzerten Fahrzeugen wurden Vereinbarungen geschlossen. Zum finanziellen Umfang und zu weiteren Einzelheiten machte Macron keine Angaben.
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