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Frankreich entsendet nach neuen Angriffen der Huthi Soldaten und Luftabwehr nach Saudi-Arabien. Die französischen Kräfte sollen den wichtigen Ölhafen Yanbu schützen, teilte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag mit.
Frankreich will sich nicht an den Kämpfen beteiligen. Der Einsatz zeigt dennoch, wie wichtig Yanbu geworden ist, seit der Ölhandel über die Straße von Hormus massiv beeinträchtigt wird.
Macron kündigte am Donnerstag an, dass Frankreich Soldaten, Radarsysteme und weitere Verteidigungstechnik nach Saudi-Arabien schickt.
„Wir werden militärische Mittel entsenden, darunter Soldaten, Radarsysteme und Verteidigungssysteme, um den Standort bei Yanbu am Roten Meer zu schützen“, sagte Macron.
Er betonte, Frankreich wolle nicht direkt in den Krieg eingreifen. „Wir beteiligen uns nicht an einem Konflikt, sondern schützen diesen Standort.“
Die Ankündigung folgte auf neue Angriffe der Huthi. Saudi-Arabien meldete am Donnerstag, Raketen abgefangen zu haben, die in Richtung Yanbu und der Stadt Taif abgefeuert worden seien.
Die Huthi reklamierten zwei Angriffe für sich. Nach Angaben eines Sprechers kamen ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen zum Einsatz. Ein Angriff soll auf ein Ziel in Riad gerichtet gewesen sein, der zweite auf Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in Yanbu.
Der Schutz Yanbus ist wegen der anhaltenden Probleme rund um die Straße von Hormus von Bedeutung. Normalerweise wird ein großer Teil des saudischen Öls über den Persischen Golf exportiert.
Yanbu liegt dagegen am Roten Meer. Saudi-Arabien kann Öl aus dem Osten des Landes über Pipelines zu diesem Hafen transportieren und damit Hormus umgehen.
Gerade weil der Schiffsverkehr durch die Meerenge stark zurückgegangen ist, gewinnt diese Ausweichroute an Bedeutung. Ein erfolgreicher Angriff auf die Ölinfrastruktur rund um Yanbu könnte daher erneut Probleme am Ölmarkt auslösen.
Der saudische Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud rief die internationale Gemeinschaft deshalb auf, stärker gegen die Huthi vorzugehen.
Aus seiner Sicht bedrohen die Angriffe die internationale Sicherheit und Stabilität. „Die Verantwortung für den Umgang mit dieser Bedrohung liegt nicht allein bei Saudi-Arabien“, sagte er.
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