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Gold zählt seit Jahrhunderten zu den begehrtesten Edelmetallen der Welt. Schon lange suchen Wissenschaftler nach Wegen, es künstlich herzustellen. Ein US-Technologieunternehmen meldet nun einen wichtigen Fortschritt: Nach Angaben des Start-ups lässt sich Gold mit seinem Verfahren zehnmal schneller erzeugen als bei bisherigen Experimenten.
Das US-Start-up Marathon Fusion aus San Francisco hat nach eigenen Angaben Quecksilber in Gold umgewandelt. Dafür nutzte das Unternehmen Neutronen, die bei der Kernfusion freigesetzt werden.
Nach Angaben von Marathon Fusion war das Verfahren zehnmal schneller als beim bisherigen Rekord, den Forscher des europäischen Forschungszentrums CERN im Jahr 2025 aufgestellt hatten.
Das Unternehmen veröffentlichte die Ergebnisse in einem Beitrag auf X, der inzwischen millionenfach aufgerufen wurde.
Allerdings bleiben wesentliche Fragen offen. So hat Marathon Fusion nicht mitgeteilt, wie viel Gold tatsächlich hergestellt wurde. Auch lässt sich das Gold nicht sofort verkaufen. Nach Angaben der Financial Times muss das Material wegen seiner Radioaktivität zunächst 14 bis 18 Jahre gelagert werden.
Unklar ist zudem, wie teuer das Verfahren ist und ob sich die Technologie für eine Produktion im großen Maßstab eignet.
Die Technologie beruht auf der sogenannten nuklearen Transmutation. Dabei wird der Atomkern so verändert, dass ein anderes Element entstehen kann.
Marathon Fusion verwendet dafür Quecksilber-198, ein stabiles Quecksilberisotop. Durch die Bestrahlung mit Neutronen entsteht Quecksilber-197. Dieses wandelt sich anschließend durch radioaktiven Zerfall in Gold-197 um, ein stabiles Goldisotop.
Ganz neu ist die Idee nicht. Im Mai 2025 gaben CERN-Forscher bekannt, dass sie durch Kollisionen von Bleikernen Goldkerne erzeugt hatten.
Die größte Hürde bleibt jedoch die praktische Anwendung. Bei dem Verfahren können radioaktive Nebenprodukte entstehen. Außerdem ist noch unklar, wie rein das erzeugte Gold ist.
Marathon Fusion plant mehr als die Herstellung von Gold. Das Unternehmen entwickelt auch eine Technologie zur Produktion seltener medizinischer Isotope. Diese werden unter anderem zur Diagnose und Behandlung von Krebs eingesetzt.
Darüber hinaus meldet das Start-up Fortschritte bei einer Technologie zur Trennung verschiedener Atomarten. Dabei will das Unternehmen einen seit 40 Jahren bestehenden Rekord aus der Sowjetzeit übertroffen haben.
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