Jimmy Patronis, Finanzdirektor von Florida, fordert staatliche Rentenfondsverwaltung auf, Investitionen in Bitcoin zu prüfen. Er folgt damit Donald Trumps Plan, eine nationale Bitcoin-Reserve für die USA aufzubauen.
Bitcoin kann den Staat absichern
„Bitcoin wird oft als ‚digitales Gold‘ bezeichnet und könnte helfen, das Portfolio des Staates zu diversifizieren und einen sicheren Schutz vor der Volatilität anderer Anlageklassen zu bieten“, schrieb Patronis in einem Brief an Chris Spencer, den Direktor der Florida State Board of Administration (SBA), am 29. Oktober.
In seinem Schreiben ermutigt Patronis die SBA, die Möglichkeiten, Risiken und potenziellen Vorteile einer Investition in Bitcoin für die staatlichen Rentenfonds zu untersuchen. Patronis wünscht sich, dass die SBA diesen Auftrag bis zur nächsten Legislaturperiode am 4. März 2025 abschließt.
Die SBA von Florida verwaltet über 30 Fonds, darunter das Florida Retirement System Trust Fund mit einem Vermögen von rund 205 Milliarden Dollar.
„Bei der Verwaltung staatlicher Renten für Feuerwehrleute, Lehrer und Polizisten ist es auch wichtig, die Ergebnisse zu priorisieren und die besten Renditen für die Floridianer zu erzielen. Hier wird das Potenzial einer Investition in eine Kryptowährung wie Bitcoin besonders attraktiv“, fügte Patronis hinzu.
Florida wäre nicht der erste Staat, der Bitcoin kauft
Sollte Florida sich entscheiden, in Bitcoin zu investieren, würde es sich anderen Staaten wie Wisconsin und Michigan anschließen, die die digitale Währung bereits in ihre Rentenfonds aufgenommen haben.
Im Mai berichtete das State of Wisconsin Investment Board (SWIB), dass es 164 Millionen Dollar in die Spot-Bitcoin-ETFs von Grayscale und BlackRock investiert hat. Damit macht die Bitcoin-Investition etwa 0,1 % des SWIB-Portfolios aus.
Monate später, im Juli dieses Jahres, gab auch das State of Michigan Retirement System eine Investition in Bitcoin bekannt. Es besitzt 110.000 Anteile am ARK 21Shares Bitcoin ETF, was etwa 0,003 % der Vermögenswerte des Fonds darstellt.
Es handelt sich zwar noch um kleine Investitionen, doch wer hätte gedacht, dass die US-Regierung Rentenfonds auf diese Weise in Bitcoin anlegen würde?
So weit hat sich Bitcoin in den letzten 15 Jahren entwickelt. Bitcoin wurde ursprünglich als eine Art „Feind“ der Regierung eingeführt. Jahrelang fürchteten Bitcoin-Enthusiasten staatliche Eingriffe und bereiteten sich auf eine „Auseinandersetzung“ vor.
Nun scheint sich das Blatt zu wenden, und auch Regierungen beginnen, die „FOMO“ zu spüren.
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