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Der Bitcoin-Kurs (BTC) bewegt sich um die 70.000 Dollar, doch die Stimmung bleibt fragil. Nach der deutlichen Korrektur der Vorwoche scheint der Markt kurz Luft zu holen. Dennoch rechnen viele Händler nicht mit einer schnellen neuen Aufwärtsbewegung. Die Erwartung wächst, dass Bitcoin zunächst einen tieferen Boden formen muss, möglicherweise um 60.000 oder sogar 50.000 Dollar.
Kurzfristig scheint der Markt eine Verschnaufpause einzulegen. Extreme Ausschläge sind verschwunden, und der Kurs bewegt sich in einer engen Spanne. Diese Ruhe ist laut technischen Analysten jedoch keineswegs beruhigend.
Trader CrypNuevo warnt auf X davor, zu früh zu jubeln, da ein vorübergehender Anstieg Teil einer breiteren Strategie zur Liquidierung von Short-Positionen sein könnte. „Die Absicht könnte sein, den Kurs zunächst zu heben, um Shorts zwischen 72.000 und 77.000 Dollar zu treffen“, so der Händler. Ihm zufolge folgt danach wahrscheinlich ein neuer Test der jüngsten Tiefststände.
Trader Bitbull geht noch einen Schritt weiter. Seiner Einschätzung nach bildet sich der echte Boden erst unterhalb von 50.000 Dollar. Auf diesem Niveau stehen die meisten ETF-Käufer unter Wasser, was laut ihm zu einer letzten Kapitulationswelle führen könnte, bevor der Markt wirklich dreht.
Neben den technischen Signalen richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Vereinigten Staaten. Am Freitag werden neue Inflationszahlen über den Consumer Price Index (CPI) veröffentlicht. Diese Daten sind entscheidend für die Zinspolitik der Federal Reserve (Fed), der Zentralbank des Landes.
Derzeit geht der Markt nicht davon aus, dass es im März zu einer Zinssenkung kommt. Laut Daten der CME Group wird die Wahrscheinlichkeit für einen unveränderten Zinssatz auf 82 Prozent geschätzt. Höhere Zinsen belasten in der Regel risikoreiche Anlagen wie Aktien und Krypto, da das Leihen teurer wird und weniger Kapital für Investitionen zur Verfügung steht.
Auch Japan sorgt für zusätzliche Unsicherheiten. Nach der Wiederwahl von Premierministerin Sanae Takaichi hat sich der Yen weiter abgeschwächt. Laut XWIN Research Japan könnte dies dazu führen, dass Anleger ihr Geld in japanische Anleihen umschichten. Das würde bedeuten, dass weniger Kapital in US-ETFs und Krypto fließt, was zusätzlichen Druck auf die Märkte ausüben könnte.
Unterdessen geschieht auch bei den Bitcoin-Minern etwas Auffälliges. Laut Daten von CryptoQuant wurden am 5. Februar etwa 24.000 BTC an Börsen geschickt. Analyst Arab Chain bezeichnet dies als außergewöhnlich und spricht von einer Umverteilungsphase. In der Praxis bedeutet dies oft, dass mehr Verkaufsdruck entstehen kann.
Auch das bekannte Hash Ribbons Signal zeigt vorerst keine positive Entwicklung. Dieser Indikator misst den Stress unter Minern und zeigt bisher keine Anzeichen einer Erholung. Damit bleibt das Szenario eines tieferen Bodens im Blick, etwas, womit immer mehr Trader rechnen.
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