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Ethereum (ETH) hat den geplanten Test seines umfangreichen Glamsterdam-Upgrades verschoben. Sicherheitsforscher haben ein mögliches Problem entdeckt, durch das bestehende Smart Contracts anders auf fehlgeschlagene Transaktionen reagieren könnten. Die Entwickler wollen das Risiko zunächst untersuchen, bevor sie die Einführung der Aktualisierung fortsetzen.

Ethereum verschiebt Upgrade-Test nach Sicherheitswarnung

Das Glamsterdam-Upgrade sollte am Montag, dem 26. Oktober, im Ethereum-Testnetz Hoodi aktiviert werden. Bei einer Besprechung am Donnerstag beschlossen die Entwickler, die Aktualisierung vorerst zu verschieben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Die Bedenken betreffen EIP-8037, eine Änderung an der Berechnung der Transaktionsgebühren bei Ethereum. Sie soll verhindern, dass die gespeicherte Datenmenge zu schnell wächst, wenn das Netzwerk mehr Transaktionen verarbeitet.

Das Sicherheitsunternehmen ChainSecurity warnte jedoch am 13. Oktober vor möglichen Auswirkungen auf bestehende Smart Contracts. Dabei handelt es sich um Programme, die Transaktionen automatisch ausführen, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Durch das Zusammenspiel von EIP-8037 und EIP-8038 könnten einige Smart Contracts anders reagieren, wenn eine Transaktion fehlschlägt. Eine fehlerhafte Änderung, die bislang automatisch rückgängig gemacht wurde, könnte dadurch in bestimmten Fällen dennoch gespeichert werden.

Zudem könnte die Ausführung einiger Transaktionen deutlich teurer werden. Laut ChainSecurity könnte ein bestimmter Speichervorgang nach den neuen Regeln 110.020 Gas-Einheiten erfordern, gegenüber bislang 22.100.

Bislang gibt es keinen öffentlich dokumentierten Nachweis dafür, dass sich ein großes bestehendes Kryptoprojekt über diese Schwachstelle tatsächlich angreifen lässt.

Was bedeutet die Verschiebung für Ethereum?

Glamsterdam soll Ethereum schneller und effizienter machen. Das Upgrade umfasst unter anderem Verbesserungen bei der Verarbeitung größerer Blöcke sowie ein neues Verfahren zur Auswahl der Akteure, die Transaktionen zu Blöcken zusammenstellen.

Am 6. Oktober wurde das Upgrade bereits im Testnetz Sepolia aktiviert. Hoodi sollte der nächste große Test sein.

Neben Glamsterdam wurde auch die geplante Anhebung des Gaslimits auf Hoodi auf 200 Millionen verschoben. Damit entfällt vorerst ein wichtiger Test der Verarbeitungskapazität des Netzwerks.

Für Ethereum-Nutzer hat die Verschiebung keine unmittelbaren Folgen. Das Upgrade ist im Hauptnetz noch nicht aktiviert. Auch dafür wurde bislang kein offizieller Termin angekündigt.

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