Es gibt ein makroökonomisches Muster von Signalen, das sich in der Vergangenheit als äußerst vorteilhaft für den Ethereum-Kurs erwies. Als diese Signal-Kombination 2021 zuletzt auftrat, folgte ein Kursanstieg von über 200 Prozent.
Analysten sehen derzeit auffällige Parallelen zu damals, wobei insbesondere die globale Liquidität und das Verhalten der Aktienmärkte eine Schlüsselrolle spielen.
Das zuvor erfolgreiche Liquiditätsmuster
Laut dem Krypto-Analysten Sykodelic besteht das Muster aus drei aufeinanderfolgenden Schritten. Zuerst steigt die weltweite Liquidität, dann brechen kleine US-Unternehmen aus, und erst danach folgt Ethereum. 2021 verlief diese Abfolge nahezu genauso, was letztlich zu einem starken Anstieg des Ethereum-Kurses führte.
Derzeit scheint diese Abfolge sich erneut zu entwickeln. Die globale Liquidität hat bereits ein wichtiges Niveau überschritten. Darauf folgte ein Ausbruch beim Russell 2000, dem Index kleinerer US-Börsenunternehmen. Historisch hinkt Ether dieser Bewegung oft hinterher und bricht normalerweise erst Wochen oder sogar Monate später aus.
In der vorherigen Zyklus begann der große Anstieg von Ethereum etwa 119 Tage nach der Bestätigung des Ausbruchs des Russell 2000. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könnte eine neue Aufwärtsbewegung etwa im März 2026 beginnen. Zum Vergleich: Zwischen März und November 2021 stieg Ethereum um etwa 226 Prozent.
Warum Liquidität wichtiger ist als kurzfristige Charts
Solche Analysen konzentrieren sich weniger auf tägliche Kursmuster und mehr auf makroökonomische Faktoren. Die globale Liquidität, vereinfacht gesagt, wie viel Geld im Finanzsystem verfügbar ist, war historisch gesehen ein entscheidender Treiber für sogenannte „High Beta“-Assets. Das sind Anlagen, die besonders stark auf Veränderungen im wirtschaftlichen Klima reagieren, wie Technologiewerte und Kryptowährungen.
Wenn Zentralbanken eine lockerere Geldpolitik verfolgen oder finanzielle Bedingungen entspannen, steht oft mehr Kapital für risikoreichere Anlagen zur Verfügung. In solchen Umfeldern hat Ethereum in der Vergangenheit relativ gut abgeschnitten.
On-Chain-Daten stützen das Bild
Neben Makroindikatoren deuten auch Blockchain-Daten auf eine zugrunde liegende Unterstützung hin. Daten von CryptoQuant zeigen, dass das sogenannte „realisierte Preisniveau“ von Adressen, die Ethereum akkumulieren, bei rund 2.700 Dollar liegt. Dieses Niveau diente in früheren Zyklen als solide Unterstützung für langfristige Investoren.

Solange der Ethereum-Kurs darüber bleibt, deutet dies darauf hin, dass große Akteure weiterhin akkumulieren, anstatt massenhaft zu verkaufen. Sollte Ether dieses Niveau erneut testen, beurteilen Analysten den Abwärtsraum als relativ begrenzt.
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