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Das US-Unternehmen BitMine Immersion Technologies hat in den vergangenen Tagen erneut große Mengen Ethereum eingesammelt. Insgesamt kaufte das Unternehmen rund 23.700 ETH im Wert von knapp 70 Millionen Dollar – und das in einer Phase, in der sich der Kryptomarkt eher schwach zeigt. Gleichzeitig hat Vorstandschef Tom Lee seine Erwartungen für den Bitcoin Kurs erneut angepasst.
Aus Daten der Blockchain-Analyseplattform Lookonchain geht hervor, dass BitMine am Samstag 16.693 ETH kaufte, gefolgt von einem weiteren Erwerb von 7.080 ETH am Montag. Die Transaktionen schließen an eine Kaufwelle in der vergangenen Woche an, als BitMine in einem Zug 96.800 ETH erwarb.
BitMine ist das größte börsennotierte Unternehmen mit Fokus auf Ethereum. Laut Zahlen von strategicethreserve.xyz hält das Unternehmen inzwischen 3,7 Millionen Ether im Wert von über 10 Milliarden Dollar. Damit ist es rund 62 Prozent auf dem Weg zu seinem Ziel, 5 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots zu kontrollieren.
Allerdings liegt das Unternehmen mit seiner Gesamtposition derzeit im Minus. BitMine gibt einen durchschnittlichen Einstandskurs von 3.008 Dollar pro Ether an, während der Coin aktuell darunter notiert.
Vorstandschef Tom Lee, bekannt für seine Kursanalysen, hat seine Erwartungen für Bitcoin innerhalb kurzer Zeit mehrfach angepasst. Erwartete er zuvor noch einen Kurs von 250.000 Dollar bis Ende 2025, so äußerte er jüngst lediglich die Einschätzung, Bitcoin könne “vielleicht” in diesem Jahr sein altes Rekordhoch zurückerobern.
In einem neuen Interview mit CNBC erklärt Lee nun, dass er im Januar ein neues Allzeithoch erwartet. “Viel hängt von der Erholung am Aktienmarkt ab, und wir glauben, dass diese kommen wird”, so Lee.
Unterdessen sieht Jeff Dorman, CIO der Digital-Asset-Plattform Arca, kaum fundamentale Gründe für den jüngsten Rückgang am Kryptomarkt. Seinen Angaben nach entwickeln sich Aktien, Anleihen und Edelmetalle stark – unterstützt durch Zinssenkungen und den Abbau der US-Notenbankbilanz.
In einem Beitrag auf X erklärt Dorman, viele der häufig genannten Sorgen – etwa ein möglicher Verkaufsdruck großer Kryptounternehmen oder Risiken rund um Tether – seien inzwischen weitgehend entkräftet. Mögliche Liquiditätsengpässe auf institutioneller Seite könnten seiner Ansicht nach jedoch eine Rolle spielen: Große Vermögensverwalter wie Vanguard und State Street seien noch nicht ausreichend darauf eingerichtet, in großem Stil in Krypto zu investieren.
“Sie kommen, aber sie sind heute noch nicht da”, so Dorman. “Solange ihre Systeme den Kauf nicht einfach machen, wird er auch nicht stattfinden.”
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