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Nach den Anstiegen von Bitcoin war es nun an der Zeit für die Ethereum-Bullen, sich zu zeigen. Ziemlich plötzlich stieg der Ethereum-Kurs innerhalb von sieben Tagen um 13 Prozent und erreichte zum ersten Mal seit Dezember 2021 das Niveau von 3.900 Dollar.
Die aktuelle Marktkapitalisierung von 456 Milliarden Dollar verschafft Ethereum jedenfalls einen gewissen Abstand zu seiner Konkurrenz im Bereich der Smart Contracts.
Das größte Risiko für Ethereum scheint derzeit im übermäßigen Gebrauch von geliehenem Geld zu liegen, um auf Kurssteigerungen zu wetten. Das sogenannte offene Interesse an Ethereum-Futures ist am 6. März auf ein Allzeithoch von 13,4 Milliarden Dollar gestiegen.
Das deutet darauf hin, dass derzeit eine große Nachfrage nach mit Ethereum verbundenen Hebelprodukten besteht.
Noch besorgniserregender ist die aktuelle Prämie auf Ethereum-Futures, die den Preis von Monatskontrakten im Verhältnis zum Kurs an den Spotbörsen misst. Dieser Preis ist auf das höchste Niveau in über 18 Monaten gestiegen.

Am 12. Februar überschritt die Prämie auf Ethereum-Futures die 10-Prozent-Marke, was als „neutrales“ Niveau angesehen wird. Um dann auf dem jüngsten Höhepunkt von 23 Prozent zu enden.
Das deutet auf eine übermäßige Nachfrage nach Long-Positionen bei Ethereum hin. Kurz gesagt, es gibt immer mehr Menschen, die mit geliehenem Geld auf Kurssteigerungen von Ethereum wetten, und das könnte gefährlich für diesen Bullrun sein.
Für den Moment liegt der Fokus jedoch auf einem neuen Allzeithoch, und fast niemand spricht über Rückgänge. Das Kursrekord von Ethereum liegt derzeit bei 4.800 Dollar, und um dies zu erreichen, muss mit dem aktuellen Kurs von 3.800 Dollar noch einiges geschehen.
So wird kritisiert, dass das Ethereum-Netzwerk immer noch nicht skalierbar ist. Das wurde teilweise mit Layer-2-Lösungen behoben, aber laut einigen Analysten ist die Abhängigkeit von der Ethereum Foundation und der Mangel an rechtlicher Sicherheit derzeit nicht bullish für die Währung.
Laut Gary Gensler, dem Vorsitzenden der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC), könnte die Tatsache, dass Ethereum jetzt mit Staking arbeitet, bedeuten, dass es als Wertpapier nach US-Finanzgesetzgebung qualifiziert wird.
Durch das Staking-Element scheint es laut Gensler plötzlich wie ein Kreditprodukt, und das könnte Probleme für Ethereum verursachen.
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