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Ethereum steht laut dem Anlageexperten Tom Lee kurz davor, in eine langanhaltende Bullenmarktphase einzutreten. Der Mitbegründer des Forschungsinstituts Fundstrat sieht eine historische Chance für das Netzwerk, jetzt, da große Finanzinstitutionen Pläne schmieden, nahezu alle Finanzprodukte zu digitalisieren.
In einem Interview mit Global Money Talk weist Lee auf zwei wichtige Entwicklungen in den Vereinigten Staaten hin. Erstens gibt es den sogenannten GENIUS Act, ein Gesetz, das die Ausgabe und das Wachstum von Stablecoins fördern soll. Derzeit beträgt der Marktwert aller Stablecoins zusammen etwa 280 Milliarden Dollar. Der US-Finanzminister erwartet, dass dieser auf fast 4 Billionen Dollar ansteigen könnte.
Darüber hinaus arbeitet die US-Börsenaufsicht SEC an Project Crypto, das den Weg für einen digitalen Umbau der Wall Street ebnen soll. Große Banken und Börsenhäuser würden dabei auf eine öffentliche Blockchain mit Smart Contracts setzen. Laut Lee ist Bitcoin dafür weniger geeignet, weshalb die Wahl in der Praxis auf Ethereum fällt.
Er zieht einen historischen Vergleich zu 1971, dem Jahr, in dem der US-Dollar von der Goldbindung gelöst wurde. Dieser Schritt ermöglichte neue Finanzprodukte. Jetzt, im Jahr 2025, sieht Lee eine ähnliche Phase, in der Finanzmärkte massenhaft auf digitale Lösungen umsteigen.
Ethereum hat bereits eine starke Position im Markt. Laut Daten von DeFiLlama kontrolliert das Netzwerk über 54 Prozent des Gesamtwertes von Stablecoins. Diese Dominanz könnte weiter wachsen, wenn immer mehr Finanzprodukte tokenisiert werden.
Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der Ethereum-Kurs bei etwa 4.645 Dollar. Wenn die Vorhersagen von Lee zutreffen, könnte dies laut ihm nur der Beginn einer viel größeren Bewegung sein.
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