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American Bitcoin, das Miningunternehmen von Eric Trump, hat einen Nettogewinn von 126 Millionen Dollar erzielt. Die Quartalszahlen zeichnen dennoch ein weniger erfreuliches Bild. Die Kosten für die Bitcoin-Produktion steigen, während die Erlöse aus dem Mining sinken. Das wirft Fragen zur Strategie des Unternehmens auf.

Bitcoin-Mining wird immer weniger rentabel

American Bitcoin meldete am Mittwoch für das dritte Quartal einen Gewinn von 126 Millionen Dollar. Im Vorquartal hatte das Unternehmen noch einen Verlust von mehr als 57 Millionen Dollar verzeichnet.

Der Gewinn ging allerdings größtenteils auf einen buchhalterischen Wertzuwachs der Bitcoin-Bestände (BTC) um 197,3 Millionen Dollar zurück. Dieser Betrag stellt keine direkten Einnahmen aus dem Mining dar.

Ohne die Wertzuwächse und andere Finanzposten hätte das Unternehmen den vorgelegten Zahlen zufolge einen operativen Verlust von rund 5,5 Millionen Dollar ausgewiesen. Hinzu kam ein gesonderter Verlust aus Derivaten von 64,3 Millionen Dollar.

Der Mining-Umsatz sank unterdessen um gut fünf Prozent auf 63,4 Millionen Dollar. Die Produktionskosten je Bitcoin stiegen um etwa 15 Prozent von 36.500 auf 42.100 Dollar. Der Bruttogewinn aus dem Mining fiel von 33 Millionen auf 25,8 Millionen Dollar. Die Marge ging dabei von 49 auf 41 Prozent zurück.

Unternehmenschef Mike Ho führte den Kostenanstieg vor allem auf höhere Strompreise zurück.

Konkurrenten setzen auf KI

Die Zahlen verdeutlichen, wie weit die Strategien von American Bitcoin und anderen großen Miningunternehmen inzwischen auseinandergehen. Konkurrenten wie Riot Platforms, MARA Holdings und Core Scientific investieren zunehmend in Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI). American Bitcoin hält dagegen an der Produktion und dem Aufbau von Bitcoin-Beständen fest. Ende September besaß das Unternehmen rund 8.427 BTC, nach 3.418 BTC ein Jahr zuvor.

Bitcoin zu niedrigen Kosten zu produzieren, schafft nach Einschätzung von David Gamble vom Vermögensverwalter Enigma Holdings nicht automatisch Mehrwert für die Aktionäre.

Miningunternehmen müssen laufend in neue Geräte investieren, während der Wettbewerb um günstigen Strom zunimmt. KI-Rechenzentren können an manchen Standorten zudem höhere Erträge erzielen als das Bitcoin-Mining. Ein solcher Umstieg ist allerdings nicht für jedes Unternehmen möglich.

American Bitcoin produzierte im vergangenen Quartal 891 BTC, nach 932 BTC im Vorquartal. Anleger reagierten negativ auf die Ergebnisse. Die Aktie verlor am Donnerstag rund 15 Prozent und fiel auf 5,31 Dollar.

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