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Investoren zahlen gern einen Aufschlag, um einen Platz im Imperium von Elon Musk zu bekommen. Sein Tunnelbauer The Boring Company bekommt das nun zu spüren.
Das Unternehmen verhandelt über eine Finanzierungsrunde zu einer Bewertung von rund 20 Milliarden Dollar – mehr als dreimal so viel wie vor vier Jahren.
The Boring Company verhandelt über die Aufnahme von rund 4 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 3,5 Milliarden Euro. Das berichtete The Wall Street Journal am Wochenende unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
In der vorherigen Runde im Jahr 2022 sammelte das Unternehmen 675 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 5,7 Milliarden Dollar ein. Damals stiegen Vy Capital, Sequoia Capital und Founders Fund ein.
Der Aufschlag ergibt sich aus der Differenz zwischen dem, was ein Unternehmen aus eigener Kraft verdient, und dem Preis, den Anleger dafür zu zahlen bereit sind. Nach Angaben der Zeitung betrachten private Investoren Musks Unternehmen als vergleichsweise sichere Wette und zahlen zusätzlich für den Zugang zu seinem Portfolio.
The Boring Company veröffentlicht keine Umsatzzahlen. Klar ist jedoch: Bislang ist nur ein kostenpflichtiges Tunnelsystem in Betrieb, während sich die Bewertung innerhalb von vier Jahren mehr als verdreifacht hat.
Das Unternehmen baut Tunnelbohrmaschinen und gibt an, damit günstiger graben zu können als klassische Bauunternehmen. 2018 wurde es von SpaceX abgespalten.
In Betrieb ist bislang der Vegas Loop unter Las Vegas. Dort bringen Fahrer Passagiere in Teslas zum Kongresszentrum und wieder zurück – seit 2021 bereits mehr als 3 Millionen Fahrten über acht Stationen.
Außerhalb davon bleibt es ruhig. The Boring Company warb für privat finanzierte Projekte in Baltimore, Chicago und Los Angeles, bei denen Ticketverkäufe das Geschäftsmodell bilden sollten. Viele dieser Pläne wurden jedoch nie umgesetzt.
In Nashville ist ein neuer Loop in Planung, im Februar kündigte das Unternehmen zudem einen unterirdischen Ring in Dubai an. Die erste Phase mit gut 6 Kilometern Länge kostet 154 Millionen Dollar.
Bei SpaceX ist das Muster ähnlich. Das Raketenunternehmen ging am 12. Juni zu 135 Dollar je Aktie an die Börse und war vier Tage später 2,66 Billionen Dollar wert.
Damit zählte SpaceX zu den sechs wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Vereinigten Staaten. Der Umsatz im vergangenen Jahr lag zugleich bei gut 19 Milliarden Dollar.
Bei einem Börsenwert von 2 Billionen Dollar zahlten Anleger etwa das 138-Fache des Jahresumsatzes. Palantir, die teuerste Aktie im S&P 500, kommt auf das 55-Fache.
Dieser Aufschlag schmilzt inzwischen deutlich. Die Aktie notiert bei rund 115 Dollar und hat sich seit dem Hoch vom 16. Juni nahezu halbiert. Übrig bleibt eine Marktkapitalisierung von etwa 1,5 Billionen Dollar.
Beim Börsengang kamen nur rund 5 Prozent der Aktien an den Markt. Die hohe Nachfrage traf damit auf ein knappes Angebot, der Kurs schoss entsprechend über das Ziel hinaus. Nun läuft die Haltefrist aus und weitere Aktien werden frei, während Anleger sich fragen, welchen Ertrag die Milliardeninvestitionen in Rechenzentren im All bringen sollen.
Zu Musks Portfolio gehören außerdem der Autobauer Tesla mit einer Bewertung von rund 980 Milliarden Dollar und das Gehirnchip-Unternehmen Neuralink, das mit 9 Milliarden Dollar bewertet wird. Das KI-Unternehmen xAI ging im Februar für 250 Milliarden Dollar in SpaceX auf.
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