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Das rasante Gewinnwachstum südkoreanischer Chiphersteller könnte in wenigen Jahren unter Druck geraten. Elon Musk warnt, China werde 2028 große Mengen an Arbeitsspeicher produzieren. Das deckt sich mit Befürchtungen in Südkorea, dass die derzeitige Knappheit auf dem Speichermarkt in Überkapazitäten umschlagen könnte.
Die südkoreanische Wirtschaft hängt stark von Samsung Electronics und SK Hynix ab. Beide Unternehmen profitieren derzeit erheblich von der Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren. Laut Gartner könnten Speicherchips in diesem Jahr sogar rund 54 Prozent des weltweiten Halbleiterumsatzes ausmachen.
2025 lag dieser Anteil noch bei lediglich 27 Prozent. Der kräftige Anstieg ist zum Teil auf höhere Preise und die Knappheit bei leistungsfähigen Speicherchips zurückzuführen.
Entscheidend ist, wie lange die Knappheit anhält. Der chinesische Hersteller CXMT macht bei DRAM-Chips rasche Fortschritte und erzielte laut Counterpoint bereits im ersten Quartal rund acht Prozent des weltweiten DRAM-Umsatzes.
Sollten chinesische Hersteller ab 2028 ihre Produktionskapazitäten massiv ausbauen, könnte das Angebot schnell wachsen. Das dürfte die Preise unter Druck setzen und damit unmittelbar die Gewinnmargen von Samsung und SK Hynix belasten.
Eine südkoreanische Analyse warnt deshalb vor einem möglichen Überangebot um das Jahr 2029. Musks Prognose deutet darauf hin, dass es sogar früher dazu kommen könnte.
Kurzfristig bleiben die Aussichten günstig. Gartner rechnet auch 2027 mit Engpässen auf dem Speichermarkt und hält dann sogar einen weltweiten Umsatz mit Speicherchips von mehr als einer Billion Dollar für möglich.
Die Risiken liegen damit vor allem in der weiteren Zukunft. Die kommenden zwei bis drei Jahre sind für Südkorea deshalb entscheidend. Wenn China seine Produktion rasch ausweitet, könnte die Branche, die heute Rekordgewinne erzielt, plötzlich wieder in eine für den Chipmarkt typische Phase mit Überkapazitäten und sinkenden Preisen geraten.
Die Nachfrage nach Speicherchips bleibt außergewöhnlich hoch. Doch China könnte letztlich darüber entscheiden, wie lange die Hochkonjunktur für Samsung und SK Hynix anhält.
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