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Elon Musk hat über SpaceX Kredite in Höhe von 40 Milliarden Dollar aufgenommen, um neue Chips für künstliche Intelligenz (KI) zu kaufen. Während sich sein eigenes Unternehmen Milliarden an Finanzierung sichert, warnt Musk, dass viele andere KI-Unternehmen kaum noch Kredite erhalten.
Vor allem sogenannten Neocloud-Anbietern drohen ihm zufolge Schwierigkeiten. Musk rechnet damit, dass viele dieser Unternehmen vom Markt verschwinden oder fusionieren werden, da Anleger und Kreditgeber die enormen KI-Investitionen zunehmend kritisch beurteilen.
Musk teilte am Sonntag auf seiner Social-Media-Plattform X mit, dass SpaceX eine Finanzierungsvereinbarung über 40 Milliarden Dollar abgeschlossen habe. Das Geld kann für den Kauf leistungsfähiger KI-Chips, sogenannter GPUs, eingesetzt werden. Diese werden benötigt, um KI-Systeme zu trainieren und zu betreiben.
Laut Musk besteht die Finanzierung größtenteils aus Krediten, die vorzeitig zurückgezahlt werden können. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass SpaceX mit Banken und Vermögensverwaltern über eine Finanzierung von 40 Milliarden Dollar für KI-Chips von Nvidia verhandelte. Deren Lieferung wird im ersten Halbjahr 2027 erwartet.
Dass SpaceX eine so hohe Summe aufnehmen kann, führt Musk auf die solide Finanzlage des Unternehmens zurück. Mit Raketenstarts und dem Satelliteninternetdienst Starlink erzielt SpaceX Einnahmen, die nicht von KI-Rechenzentren abhängen. Das gibt Kreditgebern mehr Sicherheit, dass das Unternehmen seine Schulden zurückzahlen kann.
Für sogenannte Neocloud-Anbieter schätzt Musk die Lage deutlich düsterer ein. Diese Unternehmen bauen große Rechenzentren und vermieten die Rechenleistung ihrer KI-Chips an andere Firmen. Um neue Hardware anzuschaffen und ihr Geschäft auszubauen, benötigen sie oft Kredite in enormer Höhe.
Laut Musk werden Banken und andere Kreditgeber bei der Finanzierung dieser Unternehmen zunehmend zurückhaltend.
Musk schrieb auf X, Unternehmen ohne nennenswerte Einnahmen außerhalb des Geschäfts mit KI-Rechenzentren hätten in den vergangenen Wochen praktisch keinen Zugang mehr zu Fremdkapital erhalten.
Der Milliardär erwartet, dass die meisten der mehr als 200 Neocloud-Anbieter langfristig fusionieren oder vom Markt verschwinden werden. Übrig blieben nur wenige große Anbieter. Besonders gefährdet sind ihm zufolge Unternehmen, die vollständig von KI-Rechenzentren abhängen: Ihre Einnahmen sind noch unsicher, während die Finanzierungskosten steigen.
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Anleger die Investitionen der Technologiekonzerne in KI zunehmend hinterfragen. Dabei geht es um Hunderte Milliarden Dollar. Die Kosten für Chips und Rechenzentren steigen rasant, während unklar bleibt, ob die Investitionen ausreichende Gewinne abwerfen werden.
Auch Investor Chamath Palihapitiya äußerte sich zuletzt besorgt über Neocloud-Anbieter. Seiner Einschätzung nach sind viele dieser Unternehmen unzureichend finanziert und schlecht auf Verzögerungen beim Bau von Rechenzentren vorbereitet. Zudem seien große Technologiekonzerne wie Amazon, Microsoft und Google beim Abschluss neuer Verträge über KI-Rechenleistung zurückhaltend.
Einigen Neocloud-Anbietern droht deshalb, 2027 auf teuren Chips und unfertigen Rechenzentren sitzen zu bleiben, deren Einnahmen nicht ausreichen, um ihre Schulden zu tilgen.
Die wachsenden Sorgen um die KI-Branche haben in den vergangenen Wochen bereits zu deutlichen Kursverlusten an der Wall Street geführt. Auch andere Finanzmärkte, darunter der Kryptomarkt, stehen unter Druck, weil Anleger weniger Risiken eingehen wollen.
Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Berichterstattung notierten die Nasdaq-Futures bei rund 29.080 Punkten, nach mehr als 30.000 Punkten Anfang Oktober.
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