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Drei Kryptounternehmen legen in dieser Woche ihre Quartalszahlen vor. Sie stehen für unterschiedliche Bereiche des Marktes: Block für den Bitcoin-Handel, Circle für Stablecoins und Riot Platforms für das Mining.
Ihre Ergebnisse geben Aufschluss über die Lage der Kryptobranche – eine Woche nach dem Hackerangriff auf Binance und den enttäuschenden Quartalszahlen von Coinbase.
Block, das Unternehmen hinter der Bezahl-App Cash App, veröffentlicht am Dienstagabend seine Zahlen für das dritte Quartal. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 6,63 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,02 Dollar je Aktie.
Im Fokus steht vor allem das Bitcoin-Geschäft. Über die Cash App können Nutzer Bitcoin kaufen und verkaufen. Gemessen am Umsatz trägt dieser Handel allerdings vergleichsweise wenig zum Gewinn von Block bei.
Im zweiten Quartal sank der Bruttogewinn aus dem Bitcoin-Geschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf 72 Millionen Dollar.
Auch für das dritte Quartal wird ein Rückgang erwartet. Analysten rechnen mit einem Bitcoin-Umsatz von rund 1,73 Milliarden Dollar, gut zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Entscheidend dürfte daher sein, ob Block trotz des geringeren Handelsumsatzes mehr mit seinen Kryptoaktivitäten verdienen kann.
Am Mittwoch folgt Circle. Das Unternehmen gibt den verbreiteten Stablecoin USD Coin (USDC) aus, dessen Wert an den US-Dollar gekoppelt ist.
Circle verdient sein Geld vor allem mit Zinsen auf die Reserven, mit denen USDC gedeckt ist. Je mehr USDC im Umlauf sind, desto höher sind die Reserven, auf die das Unternehmen Zinsen erhält.
Darin liegt allerdings auch ein Risiko: Sinken die US-Zinsen, gehen die Erträge aus diesen Reserven zurück. Das zeigte sich bereits im zweiten Quartal. Die durchschnittliche Umlaufmenge von USDC wuchs um 25 Prozent, während die Rendite der Reserven auf 3,5 Prozent sank.
Für das dritte Quartal erwarten Analysten einen Umsatz von rund 797 Millionen Dollar und einen Gewinn von 0,40 Dollar je Aktie. Der Gewinn je Aktie würde damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 37,5 Prozent sinken.
Auch der Bitcoin-Miner Riot Platforms legt voraussichtlich am Mittwoch seine Quartalszahlen vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kosten für die Erzeugung neuer Bitcoin und die Erträge aus diesem Geschäft.
Analysten rechnen mit einem Umsatz von rund 161 Millionen Dollar, davon etwa 113 Millionen Dollar aus dem Bitcoin-Mining.
Der erwartete Mining-Umsatz liegt damit knapp 30 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch gegenüber dem zweiten Quartal wird mit einem Umsatzrückgang gerechnet.
Zudem erwarten Analysten einen Verlust von rund 0,24 Dollar je Aktie. Die Zahlen dürften zeigen, wie schwierig es für Bitcoin-Miner weiterhin ist, profitabel zu arbeiten.
Selbst bei einem steigenden Bitcoin-Kurs können höhere Energiekosten und zunehmender Wettbewerb die Gewinnmargen belasten. Mit der wachsenden Konkurrenz wird es schwieriger, neue Bitcoin zu erhalten.
Riot will deshalb seine Abhängigkeit vom Mining verringern. Das Unternehmen investiert verstärkt in Rechenzentren und Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI).
Für Anleger dürfte vor allem zählen, wie viel Riot noch mit Bitcoin verdient und ob die neuen Geschäftsfelder langfristig zusätzliche Einnahmen bringen können.
Bei den Quartalszahlen stehen damit unterschiedliche Geschäftsmodelle im Fokus: Bei Block geht es um die Entwicklung des Bitcoin-Handels, bei Circle um die Rentabilität von USDC bei sinkenden Zinsen und bei Riot um die Ertragskraft des Minings unter den aktuellen Bedingungen.
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