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Obwohl die US-Notenbank die Zinsen gestern unverändert ließ, mischt sich nun auch Präsident Donald Trump in die Debatte ein. Auf seiner Plattform Truth Social forderte er die Zentralbank auf, die Zinsen zu senken.

Joseph Wang, ein angesehener Analyst für die Geldpolitik der US-Notenbank, sieht Parallelen zu Trumps erster Amtszeit.
Damals verlangte er ebenfalls über längere Zeit Zinssenkungen, wurde aber zunächst von der Zentralbank ignoriert. Erst als der Aktienmarkt einbrach, lenkte die Fed ein und senkte die Zinsen schließlich doch.
Ob Zinssenkungen derzeit notwendig sind, ist fraglich. Ja, die US-Wirtschaft hat sich in den vergangenen Wochen spürbar abgeschwächt, doch in den Daten gibt es noch keine Anzeichen für eine Rezession. Insgesamt wirkt die Wirtschaft weiterhin stabil, sodass Zinssenkungen nicht unbedingt erforderlich erscheinen.
Gleichzeitig bleibt die Inflation ein Problem. Sollte die US-Notenbank die Zinsen jetzt senken, würde sie ihren Kampf gegen die Inflation faktisch aufgeben.
Durch die wirtschaftliche Abschwächung sind die Renditen am US-Kapitalmarkt bereits von selbst gesunken. Die finanziellen Bedingungen lockern sich also auf natürliche Weise, ohne dass die Zentralbank aktiv eingreifen muss.
Daher scheint die Entscheidung der US-Notenbank, mit Zinssenkungen noch zu warten, die richtige zu sein. Allerdings dürfte der Druck von Donald Trump, die Zinsen schneller zu senken, weiter zunehmen.
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