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Das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek hat Pläne für eine neue Generation von KI-Assistenten vorgestellt, die deutlich eigenständiger arbeiten sollen. Das System soll mehrere Aufträge gleichzeitig bearbeiten können, ohne dass Nutzer ständig eingreifen müssen. Damit verschärft DeepSeek den Wettbewerb mit US-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic.
Das Forschungsteam hinter DeepSeek Harness hat am vergangenen Wochenende ein neues Konzept für einen sogenannten Super-Agenten vorgestellt. KI-Assistenten können bereits heute selbstständig programmieren und komplexe Aufträge ausführen. Allerdings müssen Nutzer häufig mehrere KI-Systeme selbst steuern und deren Fortschritte überwachen.
Nach Angaben von DeepSeek kann eine Person im Schnitt nur drei bis fünf aktive KI-Sitzungen gleichzeitig im Blick behalten. Damit setzt nicht nur die Technologie Grenzen, sondern vor allem die begrenzte Aufmerksamkeit der Nutzer.
Das neue System soll das ändern. Ein zentraler KI-Assistent verteilt Aufträge an mehrere spezialisierte KI-Systeme, die anschließend eigenständig verschiedene Aufgaben bearbeiten. Nutzer müssen dadurch nicht mehr jeden Schritt begleiten. Stattdessen können sie sich darauf konzentrieren, Ergebnisse zu prüfen und wichtige Entscheidungen zu treffen.
Bislang handelt es sich um ein Forschungskonzept mit einem experimentellen Prototyp, nicht um ein vollständig eingeführtes Produkt.
Die Pläne fallen in eine Zeit, in der sich der Wettbewerb zwischen chinesischen und US-amerikanischen KI-Unternehmen zunehmend verschärft.
Auch Unternehmen wie OpenAI und Anthropic entwickeln KI-Assistenten, die selbstständig Software schreiben und komplexe Aufgaben erledigen können.
DeepSeek hatte bereits mit leistungsfähigen KI-Modellen für Aufmerksamkeit gesorgt, die zu vergleichsweise niedrigen Kosten entwickelt wurden. Auch in der Kryptobranche machte das chinesische Unternehmen auf sich aufmerksam. Bei einem Experiment zum automatisierten Handel mit Kryptowährungen, über das im Oktober 2025 berichtet wurde, erzielte DeepSeek als einziges der teilnehmenden KI-Modelle einen nicht realisierten Gewinn von 9,1 Prozent.
Es handelte sich um einen begrenzten Test, nicht um einen Beleg dafür, dass DeepSeek bei der Geldanlage dauerhaft besser abschneidet als andere KI-Systeme. Mit dem neuen Konzept will DeepSeek vor allem den nächsten Entwicklungsschritt ermöglichen: KI-Systeme sollen nicht nur einzelne Aufträge ausführen, sondern auch selbstständig gemeinsam an größeren Projekten arbeiten.
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