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CXMT überrascht Anleger weiter. Die Aktie des chinesischen Speicherchipherstellers legte am Freitag erneut um 8,95 Prozent auf 57,60 Yuan zu. Damit setzt CXMT seine Rally nach dem spektakulären Börsendebüt am STAR Market in Shanghai fort.


De volatiele beursstart van CXMT in Hong Kong.
Der volatile Börsenstart von CXMT in Hongkong. Quelle: TradingView

Seit dem Börsengang hat sich das Unternehmen zu einem der meistdiskutierten Namen der globalen Chipbranche entwickelt.

Der Börsenwert liegt inzwischen bei rund 3,54 Billionen Yuan, umgerechnet etwa 523 Milliarden Dollar. Damit zählt CXMT auf einen Schlag zu den Schwergewichten der weltweiten Chipindustrie.

China will eigenen Speicherchip-Champion

CXMT, vollständig ChangXin Memory Technologies, wurde 2016 gegründet und hat seinen Sitz in Hefei. Das Unternehmen produziert DRAM-Chips. Diese Speicherchips kommen in Smartphones, Laptops, Servern und perspektivisch auch in KI-Rechenzentren zum Einsatz.

Derzeit hält CXMT rund 7,7 Prozent am weltweiten DRAM-Markt. Samsung Electronics, SK Hynix und Micron dominieren zusammen weiterhin etwa 90 Prozent des Marktes.

Het ongelooflijke jaar van Samsung en SK Hynix in beeld.
Das außergewöhnliche Jahr von Samsung und SK Hynix im Chart. Quelle: TradingView

China will seine Abhängigkeit von ausländischen Chipkonzernen verringern, zumal die USA den Zugang zu fortgeschrittener Chiptechnologie immer stärker beschränken.

Mit dem Börsengang nahm das Unternehmen rund 57,9 Milliarden Yuan ein, umgerechnet 8,6 Milliarden Dollar. Das Kapital soll in den Ausbau der Produktionskapazitäten fließen und den technologischen Rückstand gegenüber ausländischen Wettbewerbern verringern.

KI-Boom verknappt Speicherchips

Durch die massiven Investitionen in KI-Rechenzentren ist die Nachfrage nach Speicherchips stark gestiegen. Hersteller lenken immer mehr Kapazitäten in Richtung Server und KI-Infrastruktur, wodurch auch in anderen Bereichen Engpässe entstehen.

Am Markt ist bereits von „RAMageddon“ die Rede, einer Verknappung bei Arbeitsspeicher für Verbrauchergeräte, die die Preise für Smartphones, Laptops und andere Geräte nach oben treiben könnte.

Wenn CXMT zusätzliches Angebot auf den Markt bringt, könnte das mittelfristig für Entlastung sorgen. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen herkömmlichem DRAM und HBM.

HBM, also High-Bandwidth Memory, ist der fortschrittliche Speicher, der direkt in KI-Clustern mit Nvidia-GPUs eingesetzt wird. In diesem Bereich liegt CXMT noch hinter Samsung, SK Hynix und Micron zurück. Dem Bericht zufolge peilt CXMT an, ab 2027 innerhalb Chinas HBM zu liefern.

Chance und geopolitisches Risiko

Große Namen wie Dell, HP und Apple sollen CXMT-Chips testen, um ihre Abhängigkeit von koreanischen und amerikanischen Zulieferern zu verringern. Der Preis spielt dabei eine wichtige Rolle.

Geopolitisch bleibt die Lage jedoch heikel. Das Pentagon hat CXMT auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, denen es Verbindungen zum chinesischen Militär zuschreibt. CXMT weist diese Einstufung zurück. Für amerikanische Kunden macht das die Situation sensibel.

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