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In der vergangenen Woche kündigte die Krypto-Börse Coinbase an, dass sie in allen 50 US-Bundesstaaten Glücksspielplattformen eingeführt habe. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Prognosemarkt Kalshi. Doch die Euphorie war nur von kurzer Dauer.
Am Montag reichte eine Aufsichtsbehörde im Bundesstaat Nevada eine Klage gegen den Giganten ein.
Aus einem eingereichten Dokument beim First Judicial District Court of the State of Nevada in Carson City geht hervor, dass die Nevada Gaming Control Board eine Zivilklage gegen Coinbase eingereicht hat. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Wettangebote auf Sportveranstaltungen ohne die erforderliche Lizenz betrieben zu haben.
Laut der Aufsichtsbehörde ist es ihre Aufgabe, die Einwohner Nevadas zu schützen und eine florierende Glücksspielindustrie zu gewährleisten. Die gerichtliche Verfolgung von Coinbase sei ein notwendiger Schritt gewesen. Die Behörden haben das Gericht zudem gebeten, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, um diese Aktivitäten von Coinbase vorübergehend auszusetzen.
Am vergangenen Mittwoch gab die Krypto-Börse über ihren X-Account bekannt, dass ihre Wettplattformen in allen 50 US-Bundesstaaten „live“ seien. Nutzer können dort Kryptowährungen auf mögliche Ereignisausgänge setzen, beispielsweise bei Sportveranstaltungen, aber auch in politischem und kulturellem Kontext.
Polymarket und Kalshi sind bekannte Beispiele solcher Plattformen, die in den letzten Jahren erheblich an Popularität gewonnen haben. Diese Dienste bewegen sich jedoch in einem rechtlichen Graubereich, da es noch keine festgelegten gesetzlichen Regelungen für diese Dienste gibt.
In den USA überwacht die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) diese Plattformen. Allerdings können die Regulierungsbehörden auf Bundesstaatsebene andere Entscheidungen treffen, was das CFTC-Politik untergraben könnte. Das Ergebnis der eingereichten Klage könnte daher im Widerspruch zur aktuellen Politik stehen.
Kalshi erlebt derzeit ähnliche Schwierigkeiten. Inzwischen wurden sie in vier verschiedenen Staaten gerügt oder verklagt, weil sie Sportwetten ohne die erforderliche Lizenz angeboten haben.
Gleichzeitig geriet Polymarket bereits zuvor in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass ein Nutzer möglicherweise mit „Insider-Informationen“ gehandelt und daraufhin mit einer Wette auf die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro mehr als 400.000 Dollar erzielt hatte.
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