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Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat am Dienstagabend ein privates VIP-Dinner in Davos abrupt verlassen. Auslöser war eine scharfe Rede des US-Handelsgesandten Howard Lutnick, in der er die europäischen Volkswirtschaften offen kritisierte.
Der Vorfall ereignete sich während eines exklusiven Dinners mit über hundert geladenen Gästen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Laut Anwesenden begann Lutnick seine Rede mit scharfer Kritik an den europäischen Volkswirtschaften, die seiner Meinung nach im Vergleich zur wirtschaftlichen Stärke der USA versagen. Der Ton seiner Ausführungen sorgte bei den europäischen Gästen für Unbehagen.
Als Lutnick seine Angriffe weiter verstärkte, soll Christine Lagarde sichtbar verärgert aufgestanden und das Dinner vorzeitig verlassen haben. Die Rede wurde laut Quellen mit Buhrufen quittiert.
Der Zeitpunkt des Ausbruchs ist brisant. Lagarde hatte zuvor gewarnt, dass eine mögliche Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus wirtschaftliche Risiken für Europa mit sich bringen könnte. Sie selbst war viele Jahre Direktorin des Internationalen Währungsfonds und zuvor Finanzministerin in Frankreich.
Die EZB äußerte sich nicht zu dem Vorfall. Auch Lutnick oder sein Sprecher haben bisher nicht reagiert. Der Vorfall wurde zuerst von The Wall Street Journal gemeldet.
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