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Die thailändische Polizei hat einen 37-jährigen Chinesen festgenommen, der im Verdacht steht, einem internationalen Geldwäschenetzwerk anzugehören. Die Organisation soll verdächtige Transaktionen im Umfang von rund 75 Millionen Dollar über Kryptowährungen und Devisen abgewickelt haben. Nach einer Fahndung spürten die Ermittler den Mann in einem Luxusanwesen in Bangkok auf.

Verdächtiger nutzte mehr als 133 Bankkonten

Nach Angaben des thailändischen Nachrichtenportals Khaosod English wird der Mann auch in China gesucht. Er soll für kriminelle Organisationen Kryptowährungen und Devisen umgetauscht und dabei mehr als 133 Bankkonten genutzt haben.

Den Ermittlern zufolge versuchte das Netzwerk, die Herkunft der Gelder durch Transfers zwischen verschiedenen Konten und den Wechsel in andere Währungen zu verschleiern. Dem Verdächtigen wird zudem vorgeworfen, Visa für Mitglieder internationaler krimineller Organisationen beschafft zu haben.

Um sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen, soll er gefälschte Dokumente verwendet und Autokennzeichen ausgetauscht haben. Dennoch gelang es der thailändischen Polizei, ihn in Bangkok aufzuspüren und festzunehmen.

Bei seiner Festnahme stellte sich außerdem heraus, dass sein Visum seit mehr als drei Jahren abgelaufen war. Deshalb muss er zunächst ein Rechtsverfahren in Thailand durchlaufen, bevor er nach China zurückgeführt werden kann.

Coinbase friert Kryptowerte in Millionenhöhe ein

Die Festnahme erfolgt vor dem Hintergrund eines verschärften Vorgehens internationaler Behörden gegen Onlinebetrug und Geldwäsche. Auch die Kryptobörse Coinbase ist daran beteiligt.

Das US-Unternehmen hat kürzlich Kryptowerte im Wert von mehr als drei Millionen Dollar eingefroren, die mit internationalen Betrügerbanden in Verbindung gebracht werden. Dies geschah im Rahmen der Disruption Week, einer von einer Spezialeinheit des US-Justizministeriums geleiteten Operation.

Die Aktion richtete sich gegen kriminelle Netzwerke, die ihre Opfer im Internet unter anderem mit gefälschten Anlageangeboten betrügen.

Die US-Behörden arbeiteten dabei mit Meta, Microsoft und Starlink zusammen, um die digitale Infrastruktur der Betrüger lahmzulegen. Nach Angaben der Beteiligten wurden betrügerische Aktivitäten über mehr als 1,4 Millionen Social-Media-Profile und E-Mail-Konten unterbunden.

Im Zuge der Operation nahm die thailändische Polizei zudem mehrere Personen fest.

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