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Chinesische Behörden haben eine große Veranstaltung von Solana (SOL) in Shanghai gestoppt. Nach Angaben der chinesischen Zentralbank verstieß das Blockchainprojekt mit der Werbung für seine Dienstleistungen gegen die nationalen Kryptovorschriften. Der Eingriff zeigt, wie strikt China weiterhin gegen die Kryptobranche vorgeht.

Chinas Zentralbank geht gegen Solana vor

Die staatsnahe chinesische Zeitung Financial News berichtete am Freitag, dem 6. November, dass die Behörden die Veranstaltung Solana Accelerate in Shanghai gestoppt haben.

Nach Angaben eines Vertreters der People’s Bank of China (PBOC) warb Solana über lokale Unternehmen für seine Marke und seine Kryptodienstleistungen. Unter anderem wurde Werbung an einem Gebäude in Lujiazui, dem Finanzzentrum Shanghais, gezeigt.

Nach Auffassung der Zentralbank verstößt diese Werbung gegen die chinesischen Kryptovorschriften. Zudem verweist die Aufsichtsbehörde auf die technischen Dienstleistungen, die das Solana-Netzwerk für die Ausgabe und den Handel mit digitalen Coins ermöglicht.

Der PBOC zufolge fallen solche Aktivitäten unter das chinesische Verbot bestimmter kryptobezogener Finanzdienstleistungen. Die Behörden haben weitere Untersuchungen gegen die beteiligten Unternehmen und Personen angekündigt.

Solana nannte zunächst einen anderen Grund

Die Veranstaltung war ursprünglich für den 16. Oktober geplant, wurde aber kurz vor Beginn abgesagt. Damals nannte die Vorsitzende der Solana Foundation, Lily Liu, einen anderen Grund.

Ihr zufolge hatte sich die Zahl der Anmeldungen nach einer Werbekampagne vervierfacht. Damit sei die maximale Besucherzahl überschritten worden, die zuvor bei den lokalen Behörden angegeben worden war.

Die Organisatoren hätten deshalb beschlossen, die Veranstaltung zu verschieben, um die örtlichen Vorschriften einzuhalten. Die chinesische Zentralbank erklärt nun jedoch, dass bereits die Werbeaktivitäten selbst gegen die Vorschriften verstießen.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Solana-Veranstaltung in China nicht wie geplant stattfinden kann. Im Oktober 2025 wurde ein Treffen in Shenzhen wegen Bedenken hinsichtlich der Besucherzahl und der öffentlichen Sicherheit vorzeitig beendet.

China beschränkt den Kryptohandel seit Jahren stark. Im Februar 2026 wurden die Vorschriften weiter verschärft. Dazu gehörte ein Verbot der nicht genehmigten Ausgabe von Stablecoins, die an den chinesischen Yuan gekoppelt sind.

Die PBOC hat angekündigt, auch künftig schärfer gegen lokale Kryptounternehmen und chinesische Partner ausländischer Plattformen vorzugehen.

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