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Der US-Finanzkonzern Charles Schwab hat den Handel mit Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) für Millionen Privatanleger freigeschaltet. Das Unternehmen verwaltet mehr als 13 Billionen Dollar an Kundenvermögen und führt rund 40 Millionen Wertpapierkonten. Damit baut eines der größten Finanzinstitute der USA sein Engagement am Kryptomarkt deutlich aus.

Charles Schwab ermöglicht direkten Handel mit Bitcoin und Ethereum

Charles Schwab hat die Einführung seines neuen Kryptoangebots am 15. Oktober abgeschlossen. Berechtigte Kunden können Bitcoin und Ethereum nun direkt über die bestehende Handelsplattform kaufen und verkaufen.

Bislang konnten Kunden vor allem indirekt in Kryptowährungen investieren, etwa über börsengehandelte Bitcoin-Fonds. Mit dem neuen Angebot Schwab Crypto können sie die digitalen Coins nun selbst besitzen.

Der Kryptohandel ist über die Website, die mobile App und die Handelsplattform thinkorswim verfügbar. Schwab erhebt eine Gebühr von 0,75 Prozent je Transaktion.

Das Angebot steht noch nicht allen Kunden offen. Kunden in den US-Bundesstaaten New York und Louisiana sind vorerst ausgeschlossen.

Das bedeutet nicht, dass alle 40 Millionen Kunden nun sofort Kryptowährungen kaufen werden. Der Zugang zu Anlagen in Bitcoin und Ethereum wird dadurch aber erheblich einfacher.

Bei Kryptowährungen gelten andere Risiken als bei Aktien

Bei der Abwicklung von Transaktionen und der Verwahrung von Kryptowährungen arbeitet Schwab mit dem spezialisierten Finanzinstitut Paxos zusammen.

Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied zu traditionellen Anlagen: Kryptowährungen sind nicht durch die US-Anlegerschutzeinrichtung SIPC abgesichert. Auch die Einlagensicherung der FDIC greift nicht.

Kunden können ihre Kryptobestände zwar neben Aktien und Anleihen einsehen. Für diese Vermögenswerte gelten jedoch nicht dieselben Schutzmechanismen.

Charles Schwab will sein Kryptoangebot noch vor Ende 2026 um Solana (SOL), Avalanche (AVAX) und Chainlink (LINK) erweitern.

Konzernchef Rick Wurster sieht im Kryptohandel eine neue Einnahmequelle für das Unternehmen. Wie viel das Angebot derzeit einbringt, ist noch unklar. Schwab hat bislang keine gesonderten Zahlen zum Handelsvolumen oder zu den Erträgen aus dem Kryptogeschäft veröffentlicht.

Zudem will der Finanzkonzern das Angebot Mitte 2027 für professionelle Vermögensberater öffnen. Über diesen Geschäftsbereich von Schwab werden derzeit rund 5,2 Billionen Dollar an Kundenvermögen verwaltet.

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