Newsbit
Im Store ansehen
Ansehen

Die britischen Behörden haben ein luxuriöses Penthouse in London beschlagnahmt, das mit einem der größten internationalen Betrugsverfahren im Zusammenhang mit Bitcoin (BTC) in Verbindung steht. Die Immobilie gehört Thet Li, dem mutmaßlichen Finanzchef der Prince Group. Die Organisation steht im Verdacht, in großem Stil Onlinebetrug, Menschenhandel und Geldwäsche zu betreiben. Unterdessen versuchen US-Ermittler, Bitcoin im Wert von mehreren Milliarden Dollar sicherzustellen.

Laut der britischen Zeitung The Times kaufte der 39-jährige Li die Wohnung 2022 für 8,9 Millionen Pfund, umgerechnet gut 10 Millionen Euro. Das Penthouse liegt im 13. Stock eines luxuriösen Wohnkomplexes nahe dem St James’s Park und bietet einen Blick auf den Buckingham Palace.

Nach Ermittlungen des britischen Außenministeriums wurde eine Verfügungssperre im britischen Grundbuch eingetragen. Die Wohnung darf damit vorerst weder verkauft noch übertragen werden.

Finanzchef der Prince Group unter Geldwäscheverdacht

Thet Li soll bei der Verwaltung und dem Transfer von Geldern innerhalb der Prince Group eine zentrale Rolle gespielt haben. Nach Angaben internationaler Behörden nutzte die Organisation ein weitverzweigtes Netzwerk aus Unternehmen und Finanzkonstruktionen, um Einnahmen aus illegalen Aktivitäten zu verschleiern.

Im Oktober 2025 setzte das US-Finanzministerium Li auf eine Sanktionsliste. Neben ihm wurden 146 weitere Personen und Organisationen aufgenommen, die Verbindungen zur Prince Group haben sollen.

Die US-Behörden sehen in ihm den faktischen Finanzchef der mutmaßlich kriminellen Aktivitäten. Er soll unter anderem am Schmuggel großer Bargeldbeträge und an der Verwaltung illegal erworbener Vermögenswerte beteiligt gewesen sein.

Auch Großbritannien verhängte Sanktionen gegen Li. Nach Angaben der britischen Behörden war er ein enger Vertrauter von Chen Zhi, dem Vorsitzenden der Prince Group. Zudem soll er das internationale Finanznetzwerk der Organisation verantwortet haben.

Die Vorwürfe gehen weit über Geldwäsche hinaus. Die Prince Group wird mit einem umfangreichen Netzwerk von Betrugszentren in Kambodscha in Verbindung gebracht. Dort sollen Menschen gezwungen werden, Opfer auf der ganzen Welt zu betrügen.

Eine häufig eingesetzte Methode ist das sogenannte Pig Butchering. Dabei gewinnen Betrüger zunächst das Vertrauen ihrer Opfer, etwa über Dating-Apps, soziale Medien oder Nachrichtendienste.

Mitunter bauen die Täter über Wochen oder Monate eine persönliche Beziehung auf, bevor sie ihre Opfer zu Geldanlagen überreden. Häufig nutzen sie dafür gefälschte Anlageplattformen, auf denen vermeintliche Gewinne angezeigt werden.

Auch Bitcoin und andere digitale Coins kommen dabei zum Einsatz. Sobald die Opfer größere Beträge überwiesen haben, können sie ihr Geld nicht mehr abheben. Die Betrüger verschwinden anschließend mit der Beute.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen, auf die sich The Times beruft, sollen mehr als 100.000 Opfer von Menschenhandel zur Arbeit für die Organisation gezwungen werden. Die britischen Behörden berichten zudem von Zwangsarbeit und schweren Misshandlungen in den Betrugszentren.

USA wollen Bitcoin im Wert von 14 Milliarden Dollar beschlagnahmen

Ein wesentlicher Teil der Ermittlungen betrifft Kryptowährungen. Die US-Behörden haben die Beschlagnahme von Bitcoin im Wert von rund 14 Milliarden Dollar beantragt, die nach Erkenntnissen der Ermittler mit der Prince Group in Verbindung stehen.

Es handelt sich um einen der größten Bitcoin-Beträge, die je mit einem internationalen Betrugsfall in Verbindung gebracht wurden. Bislang liegt ein rechtlicher Antrag vor. Daraus folgt nicht, dass die US-Regierung den gesamten Betrag bereits endgültig eingezogen hat.

Eine US-Sondereinheit zur Bekämpfung internationaler Betrugszentren meldete außerdem, dass digitale Vermögenswerte im Wert von rund 580 Millionen Dollar eingefroren oder beschlagnahmt wurden.

Auch auf der Isle of Man zwischen Großbritannien und Irland ermitteln die Behörden wegen möglicher Geldwäsche.

Die Prince Group hatte dort Lizenzen für Glücksspielangebote erhalten. Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen diese Geschäfte dazu gedient haben, illegal erworbene Gelder zu waschen. Dabei wird deren kriminelle Herkunft verschleiert, sodass sie als Einnahmen aus legalen Geschäften erscheinen.

Im Oktober durchsuchte die Polizei gemeinsam mit der US-Bundespolizei FBI zwei Wohnimmobilien auf der Insel, die mutmaßlich Li gehören.

Unterdessen hat Großbritannien auch Sanktionen gegen die Kryptoplattform Xinbi verhängt. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen Online-Betrugszentren in Südostasien.

Die internationale Polizeiorganisation Interpol stuft solche Betrugsnetzwerke inzwischen als weltweite Bedrohung ein.

Auch Immobilien, Uhren und Schmuck in Millionenhöhe eingefroren

Lis Penthouse ist nicht die einzige hochpreisige Immobilie, für die die britischen Behörden eine Verfügungssperre verhängt haben. Die Maßnahmen betreffen auch mehrere Gebäude, die dem Vorsitzenden der Prince Group, Chen Zhi, zugerechnet werden.

Dazu gehören ein Anwesen im Wert von 12 Millionen Pfund im Londoner Stadtteil St John’s Wood und ein Bürogebäude im Wert von rund 100 Millionen Pfund in der City of London.

Chen wurde zuvor in Kambodscha festgenommen und anschließend an China ausgeliefert.

Darüber hinaus wurden Vermögenswerte eingefroren, die mit Wu An Ming, der mutmaßlichen rechten Hand Chens, in Verbindung stehen sollen. Dazu zählen ein Anwesen im Wert von 30 Millionen Pfund in Holland Park und ein Stadthaus im Wert von 53 Millionen Pfund in Belgravia.

Die Immobilie in Belgravia ist auf eine Frau eingetragen, die Berichten zufolge seine Ehefrau sein soll. Wu soll im Juni in Japan festgenommen worden sein.

Auch weitere wertvolle Vermögensgegenstände Lis sind von den Maßnahmen betroffen. Die britischen Behörden haben Luxusuhren und Schmuck im Gesamtwert von 10,6 Millionen Pfund beschlagnahmt. Hinzu kommen 92.570 Pfund Bargeld.

Die Behörden beantragen am Montag bei Gericht, die Beschlagnahme dieser Vermögenswerte aufrechtzuerhalten.

Die Prince Group weist sämtliche Vorwürfe zurück. Die Organisation hatte bereits zuvor ausdrücklich bestritten, dass das Unternehmen oder sein Vorsitzender Chen Zhi an illegalen Aktivitäten beteiligt gewesen seien.

Die internationalen Ermittlungen dauern an. Während die britischen Behörden gegen Immobilien und Luxusgüter vorgehen, konzentrieren sich US-Ermittler auf die Bitcoin-Bestände in Milliardenhöhe, die sie dem mutmaßlichen Betrugsnetzwerk zurechnen.

Partnerinhalt

Schon deine 15 XRP als Willkommensbonus beansprucht?

Bitvavo in Zusammenarbeit mit Newsbit bietet dir aktuell 15 XRP als Geschenk. Die Aktion ist nur für kurze Zeit gültig.

Eröffne ein Konto und zahle mindestens 30€ ein, um den Bonus zu erhalten.

👉 Konto eröffnen und 15 XRP gratis erhalten

Über 1,5 Millionen Nutzer vertrauen bereits auf Bitvavo.

Achtung: Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Du kannst deine Einlage ganz oder teilweise verlieren.

15 XRP sichern Sie werden weitergeleitet zu
bitvavo-mark-and-logo-grey

Flaggen der G20-Mitgliedstaaten

Finanzstabilitätsrat warnt vor Risiken durch Stablecoins und KI

Flaggen der G20-Mitgliedstaaten
Bitcoin-Automat
Flughafenpolizei USA
Mehr Regulierung news

Meist gelesen

ripple, xrp
brennt
Peter Brandt