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Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das Unternehmen, das für die Nachverfolgung gestohlener Coins und verdächtiger Transaktionen bekannt ist, bestätigte am Freitag, dass bestimmte Kundendaten offengelegt wurden. Sensible Ermittlungsdaten und Zugangsdaten sind nach Angaben von Chainalysis nicht betroffen.

Chainalysis bestätigt Sicherheitsvorfall

Chainalysis hat selbst bekannt gegeben, dass es Ziel eines Cyberangriffs war. Dabei wurden dem Unternehmen zufolge einige nicht sensible Kundendaten offengelegt.

Die bisherigen Untersuchungen liefern keine Hinweise darauf, dass die Hacker Zugriff auf Ermittlungsdaten, Passwörter oder aktive Anmeldesitzungen erlangt haben.

Das Unternehmen hat externe Sicherheitsexperten mit der weiteren Untersuchung des Angriffs beauftragt. Zudem setzt Chainalysis künstliche Intelligenz ein, um seine Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen und mögliche Schwachstellen aufzuspüren.

Inzwischen wurden alle Kunden informiert. Wie viele Daten genau entwendet wurden und wer hinter dem Angriff steckt, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Chainalysis betont, dass der Vorfall nicht mit dem jüngsten Milliardenhack bei der Kryptobörse Binance zusammenhängt.

Nordkorea für 89 Prozent der Verluste durch Kryptohacks verantwortlich

Der Cyberangriff erfolgte kurz nachdem Chainalysis neue Untersuchungsergebnisse zu nordkoreanischen Hackern veröffentlicht hatte.

Nach Angaben des Unternehmens sind Hacker mit mutmaßlichen Verbindungen zu Nordkorea in diesem Jahr für knapp 89 Prozent aller gemeldeten finanziellen Verluste durch Kryptohacks verantwortlich. 2021 lag dieser Anteil noch bei 15 Prozent.

Chainalysis untersuchte kürzlich auch ein Netzwerk russischer Vermittler, die nordkoreanischen IT-Mitarbeitern dabei halfen, Kryptowährungen im Wert von mehreren Millionen Dollar in herkömmliches Geld umzutauschen.

Darüber hinaus benannte das Unternehmen gemeinsam mit anderen Sicherheitsforschern die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor als möglichen Urheber des jüngsten Binance-Hacks mit einem Schaden von rund 6,3 Milliarden Dollar. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Cyberangriff auf Chainalysis mit diesen Untersuchungen zusammenhängt.

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