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Drei US-Finanzkonzerne haben am Mittwoch ihre Quartalszahlen vorgelegt. Während BlackRock und Morgan Stanley ihre Gewinne steigerten, musste Bank of America einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Entsprechend unterschiedlich fielen die Reaktionen der Anleger aus. Bei BlackRock fallen vor allem die anhaltend hohen Mittelzuflüsse auf.
BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, hat erneut ein starkes Quartal abgeschlossen. Der Nettogewinn stieg im dritten Quartal auf 1,66 Milliarden Dollar nach 1,32 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich von 8,43 auf 10,57 Dollar.
Das verwaltete Vermögen wuchs unterdessen auf 15,49 Billionen Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 13,46 Billionen Dollar gewesen.
Zum Wachstum trugen unter anderem die anhaltend hohen Zuflüsse in die börsengehandelten Fonds von BlackRock bei. Allein die beliebten iShares-ETFs verzeichneten im vergangenen Quartal 134,5 Milliarden Dollar an frischem Kapital.
Daneben profitierte das Unternehmen von steigenden Aktienkursen. Vor allem Technologieunternehmen mit Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz (KI) trugen zur starken Entwicklung an der Wall Street bei.
Auch Anleiheprodukte blieben gefragt. In diesen Bereich flossen weitere 78,2 Milliarden Dollar.
Zugleich baut BlackRock sein Geschäft mit nicht börsennotierten Anlagen aus. Hier verzeichnete der Vermögensverwalter Zuflüsse von 15,31 Milliarden Dollar. Bis zum Ende des Jahrzehnts will das Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als 35 Milliarden Dollar erzielen.
Die Anleger reagierten positiv. Die BlackRock-Aktie legte am Mittwoch vor dem US-Börsenstart um knapp vier Prozent zu.
Bei Bank of America fiel die Bilanz deutlich schwächer aus. Die US-Bank meldete einen Nettogewinn von 6,9 Milliarden Dollar nach 8,3 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.
Hauptgrund war eine Vergleichszahlung von 1,2 Milliarden Dollar an US-Aufsichtsbehörden. Anlass für die Strafe waren Mängel in den Systemen zur Bekämpfung von Geldwäsche und anderer Finanzkriminalität.
Ohne diese einmalige Belastung hätte der Nettogewinn bei 8,1 Milliarden Dollar gelegen.
Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 1,08 Dollar. Analysten hatten mit 1,10 Dollar gerechnet.
Es gab jedoch auch positive Entwicklungen. Die Erträge stiegen im Quartal um drei Prozent auf 30 Milliarden Dollar. Der Zinsüberschuss wuchs sogar um acht Prozent auf 16,4 Milliarden Dollar.
Auch das Kreditgeschäft legte weiter zu. Das durchschnittliche Volumen der ausstehenden Kredite stieg um sechs Prozent auf 1,23 Billionen Dollar.
Die Anleger zeigten sich dennoch enttäuscht. Die Aktie von Bank of America verlor im vorbörslichen Handel knapp vier Prozent.
Morgan Stanley übertraf dagegen die Erwartungen. Die US-Investmentbank erzielte einen Nettogewinn von 4,91 Milliarden Dollar nach 4,61 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.
Der Gewinn je Aktie lag bei 3,03 Dollar. Analysten hatten mit rund 3,01 Dollar gerechnet. Auch die Erträge übertrafen mit 20,34 Milliarden Dollar die Prognose von 19,89 Milliarden Dollar.
Besonders stark entwickelte sich der Aktienhandel. Die Erträge in diesem Bereich stiegen um knapp 41 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar.
Laut Reuters profitierte Morgan Stanley von den Turbulenzen an den Finanzmärkten. Anleger schichteten ihre Portfolios um. Grund dafür waren Unsicherheiten über die Zinspolitik der US-Notenbank und den Krieg zwischen den USA und Iran.
Schwächer entwickelte sich der Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen. Die Erträge in diesem Bereich sanken um 7,3 Prozent auf 2,01 Milliarden Dollar.
Auch das Investmentbanking übertraf die Erwartungen. Die Erträge erreichten 2,16 Milliarden Dollar, erwartet worden waren 2,09 Milliarden Dollar.
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