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Die Handelsspanne von Bitcoin (BTC) wird zunehmend enger. Käufer und Verkäufer halten sich die Waage, der Kurs schwankt ohne klare Richtung. Diese zähe Seitwärtsphase könnte jedoch bald enden. Der technische Analyst Ivo Melchers sieht mehrere Signale, die in dieselbe Richtung weisen.
Im Bitcoin-Chart tut sich immer weniger. Die Kursschwankungen werden kleiner, das Handelsvolumen sinkt. Viele Marktteilnehmer verlieren angesichts dessen die Aufmerksamkeit. Doch gerade solche ruhigen Phasen gehen häufig einer starken Kursbewegung voraus.
Bitcoin gibt zwar weiter leicht nach, doch die Abwärtsbewegung verliert an Dynamik.
Das sinkende Handelsvolumen deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck allmählich nachlässt. Auch der Relative-Stärke-Index (RSI) liefert entsprechende Hinweise. Dieser viel beachtete Momentumindikator misst die Stärke einer Kursbewegung.

Auffällig ist, dass sich der RSI nicht mehr im Gleichlauf mit dem Kurs bewegt. Während Bitcoin immer tiefere Tiefs markiert, bildet der RSI höhere Tiefs aus. Fachleute sprechen von einer bullischen Divergenz: Der Kurs fällt noch, doch die Abwärtsdynamik lässt nach.
Die Abwärtsbewegung setzt sich also fort, verliert aber an Kraft. Eine solche Divergenz geht häufig einer Erholung voraus, garantiert sie jedoch nicht. Erst ein Ausbruch nach oben bei steigendem Handelsvolumen würde das Signal bestätigen.
Obwohl Bitcoin auch heute unter Druck steht, wird am Spotmarkt kräftig zugekauft. Zugleich deutet vieles darauf hin, dass am Terminmarkt mit aggressiven Positionen auf fallende Kurse gesetzt wird. Das belastet den Kurs derzeit, könnte aber auch eine schnelle Erholung begünstigen.

Bitcoin bewegt sich bereits seit Längerem in einer sogenannten Bullenflagge. Bei diesem Chartmuster konsolidiert der Kurs nach einem starken Anstieg in einem leicht abwärtsgerichteten Kanal. Dessen obere Begrenzung liegt derzeit bei rund 84.000 US-Dollar, die untere bei 79.000 US-Dollar.

Bei diesem Muster kommt es häufiger zu einem Ausbruch nach oben als nach unten. Dennoch befindet sich Bitcoin in einer kritischen Zone.
Der Kurs liegt nur noch knapp über einer wichtigen Unterstützung und der 50-Tage-Linie. Positiv ist allerdings, dass Rückgänge unter diesen Durchschnitt bislang sehr schnell durch Käufe aufgefangen werden.

Auf längere Sicht erscheint die Konsolidierung zunehmend intakt.
Mit dem ersten höheren Hoch seit Oktober hat Bitcoin den neuen Bullenmarkt bestätigt. Nun bildet sich ein höheres Tief aus. Derzeit entspricht die Bewegung einem idealtypischen Rücktest der vorherigen Ausbruchszone.

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