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Der Bitcoin-Kurs ist diese Woche unter 80.000 Dollar gefallen und könnte in den kommenden Tagen weiter unter Druck geraten. Am Freitag verfallen Bitcoin-Optionen im Wert von 11 Milliarden Dollar. Wenige Tage später stehen die US-Zwischenwahlen an. Händler rechnen deshalb mit stärkeren Kursschwankungen.
Am Freitag, dem 30. Oktober, verfallen auf der Handelsplattform Deribit Bitcoin-Optionen im Wert von 11 Milliarden Dollar. Das entspricht fast einem Drittel aller offenen Kontrakte auf der Plattform.
Mit diesen Optionen können Anleger auf steigende oder fallende Bitcoin-Kurse setzen. Sie sichern sich das Recht, Bitcoin (BTC) zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.
Viele Händler hatten mit einem kräftigen Kursanstieg gerechnet. Zahlreiche Kontrakte haben Ausübungspreise von 90.000, 95.000 oder sogar 100.000 Dollar. Da Bitcoin derzeit bei rund 79.600 Dollar notiert, dürften diese Kaufoptionen weitgehend wertlos verfallen.
Besonders wichtig ist jetzt die Marke von 80.000 Dollar. In diesem Bereich liegen viele offene Kontrakte, die am Freitag verfallen. Große Händler müssen möglicherweise zusätzliche Bitcoin kaufen oder verkaufen, um ihre Risiken zu begrenzen. Das könnte erhebliche Kursbewegungen auslösen.
Adam Haeems von der Tesseract Group sieht den entscheidenden Kursbereich zwischen 75.000 und 82.000 Dollar. Sollte Bitcoin weiter nachgeben, könnten Verkäufe großer Händler den Rückgang verstärken. Dieses Risiko besteht ihm zufolge vor allem zwischen 75.000 und 78.000 Dollar.
Auffällig ist, dass unterhalb von 80.000 Dollar mehr als doppelt so viele Verkaufsoptionen wie Kaufoptionen offen sind. Das deutet darauf hin, dass viele Anleger mit weiteren Kursverlusten rechnen oder sich dagegen absichern wollen.
Am Dienstag, dem 3. November, finden in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen statt. Gewählt werden sämtliche Mitglieder des Repräsentantenhauses und ein Teil des Senats. Beide Kammern bilden gemeinsam den US-Kongress. Der Ausgang der Wahl könnte auch Folgen für den Kryptomarkt haben.
Präsident Donald Trump will der US-Kryptobranche mehr Spielraum geben, braucht dafür aber ausreichend Unterstützung im Senat und im Repräsentantenhaus. Seine Regierung hat bereits Regeln für Stablecoins eingeführt. Ein wichtiges Gesetzesvorhaben für den breiteren Kryptomarkt blieb im September jedoch im Senat stecken.
Sollten die Demokraten in beiden Kammern die Mehrheit gewinnen, dürfte es für Trump schwieriger werden, seine Pläne umzusetzen.
Eine Bloomberg-Umfrage zeigt, dass Anleger je nach Wahlausgang unterschiedliche Erwartungen für Bitcoin haben. Behalten die Republikaner sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus die Mehrheit, rechnen die befragten Marktteilnehmer zum Jahresende im Durchschnitt mit einem Bitcoin-Kurs von 90.800 Dollar.
Bei einer demokratischen Mehrheit in beiden Kammern liegt die durchschnittliche Prognose dagegen bei 76.450 Dollar. Falls jede Partei eine Kammer kontrolliert, erwarten die Befragten im Schnitt 84.100 Dollar.
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