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Bitcoin (BTC) hat einen heftigen Rückschlag erlitten. Nach dem vielversprechenden Kursanstieg gestern hat der Kurs abrupt gedreht. Die gesamten Gewinne sind wieder verloren – dabei hatte sich das Chartbild gerade erst aufgehellt.
Der Rückschlag hat allerdings auch eine positive Seite: Viele gehebelte Positionen wurden aus dem Markt gespült. Die Bullen müssen nun jedoch wieder von vorn beginnen.
Bitcoin war gestern um 2,8 Prozent von 82.500 auf 84.800 Dollar gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht. Wie im Bitcoin-Kursbericht zu lesen war, überwand der Kurs dabei eine wichtige Marke.
Gemeint ist der Widerstand bei rund 84.000 Dollar. An dieser Marke war der Kurs zuletzt wiederholt gescheitert. Nun deutete sich ein Ausbruch nach oben an, doch die Nachricht über Angriffspläne der USA und Israels gegen den Iran machte die Gewinne zunichte.
Inzwischen notiert Bitcoin wieder etwa auf dem Niveau von vor 24 Stunden. Im Chart zeichnet sich derzeit eine bärische Engulfing-Formation ab: Die aktuelle rote Tageskerze umfasst die gesamte Aufwärtsbewegung vom Vortag.
Bitcoin hat damit eine Zone erreicht, an der der Kurs in den vergangenen Tagen mehrfach gescheitert war. Jetzt sind die Bullen erneut gefragt. Bestätigt sich die aktuelle Zone als Unterstützung, könnte sich eine neue Handelsspanne zwischen etwa 82.500 und 84.500 Dollar etablieren.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der BTC-Kurs bei 82.459 Dollar und damit 0,38 Prozent unter dem Stand von vor 24 Stunden.
Die Rally gestern wurde vor allem vom Derivatenmarkt getragen. Parallel zum Kurs legte auch das Open Interest, der Gesamtwert aller offenen Futures-Kontrakte, kräftig zu. Mit diesen Kontrakten spekulieren Händler auf die Kursentwicklung, häufig mit geliehenem Geld.
Das zeigt auch das kumulierte Volumendelta (CVD). Der Indikator misst, ob Käufer oder Verkäufer den Handel bestimmen. Am Futures-Markt stieg er deutlich stärker als am Spotmarkt, an dem Bitcoin direkt gehandelt wird.
Solche Spitzen werden oft ebenso schnell wieder abgebaut. Diesmal wurden Long-Positionen im Wert von mehr als 180 Millionen Dollar liquidiert, wie Daten von CoinGlass zeigen. Dabei handelt es sich um Positionen, die auf steigende Kurse setzen und von der Börse zwangsweise geschlossen werden, weil die hinterlegten Sicherheiten die Verluste nicht mehr decken.
Jeder Zwangsverkauf drückt den Kurs weiter und löst zusätzliche Liquidationen aus. Dem CVD zufolge war der Verkaufsdruck am Futures-Markt etwa viermal so hoch wie am Spotmarkt.
Inzwischen liegen das Open Interest und das Futures-CVD wieder ungefähr auf dem Niveau vor der Rally. Das ist eine gute Nachricht: Mit weniger geliehenem Kapital im Markt sinkt das Risiko einer erneuten Liquidationskaskade. Die Bullen müssen allerdings wieder von vorn beginnen.
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